Top-Events in Xanten, Haltern und Hamm

Glänzende Helme, kämpfende Helden: Die Römer kommen nach Nordrhein-Westfalen

Xanten. Man hört sie schon von Weitem; das gleichmäßige Scheppern und Stampfen, die heiser gebrüllten Befehle verraten sie: Die Legionäre kommen. Kettenhemden und Schuppenpanzer über der roten Tunika, glänzende Helme und massive Schilde klirren. Im Amphitheater brandet derweil Jubel auf: Die Gladiatoren ziehen ein, mit grimmigem Blick und muskulösen Oberkörpern. Das Volk freut sich auf spannende Kämpfe in der Arena.

So könnte es gewesen sein, vor beinahe 2.000 Jahren in Colonia Ulpia Traiana, diesem Außenposten der Römer an der nördlichen Grenze ihres Imperiums, dessen Überreste im Archäologischen Park Xanten ausgegraben und rekonstruiert werden.

Und so soll es dort am 25. und 26. Juni wieder zugehen: 500 Komparsen treten beim Römerfest auf, zeigen, wie sich das Leben in der einstigen römischen Metropole abgespielt hat. Als das linksrheinische Colonia Ulpia Traiana seine Blüte erlebte, war die Zeit des römischen Heerlagers bei Haltern bereits vorbei. In der Schaltzentrale der römischen Macht im rechtsrheinischen Germanien soll die 19. Legion stationiert gewesen sein, die in der Varusschlacht im Jahr 9 nach Christi Geburt unterging – und damit Roms Bestreben, Germanien zu unterwerfen. Am 20. und 21. August übernehmen Legionäre und Handwerker bei den Römertagen erneut das Kommando.

In Hamm dürfen die Besucher ausprobieren, ein antikes Kriegsschiff zu rudern

Wer sich dann fragt, wie die Römer es geschafft haben, im barbarischen Feindesland mächtige Katapulte aufzubauen, ein strategisches Straßennetz anzulegen, über Hunderte von Kilometern von Grenzturm zu Grenzturm kriegswichtige Nachrichten weiterzugeben oder daheim selbst im klirrendkalten Winter ein warmes Bad zu nehmen, sollte im Gustav-Lübcke-Museum in Hamm vorbeischauen.

Dort vermittelt die Ausstellung „Hightech Römer. Schauen – Machen – Staunen“ einen Eindruck von deren Ingenieurskunst. An 35 Mitmach-Stationen kann man Wasser aufwärtsfließen lassen, eine römische SMS schreiben oder ein antikes Kampfschiff rudern.

Mehr Informationen unter:

www.apx.lvr.de

lwl-roemermuseum-haltern.de

museum-hamm.de


Weitere spannende Ausflugsziele in NRW:

Auf dem Gelände einer früheren Kläranlage findet sich die wohl ungewöhnlichste Übernachtungsmöglichkeit Nordrhein-Westfalens. Die Kanalrohr-Suiten bieten Doppelbett, Nachttischlämpchen – und Bullaugen-Ausblick in den Sternenhimmel.

Radeln wo einst Züge ratterten: In Nordrhein-Westfalen gibt es attraktive Radwanderwege auf ehemaligen Bahntrassen. Einer führt durch einen fast 700 Meter langen Tunnel, wo in der kalten Jahreszeit Fledermäuse überwintern.

Gute alte Zeit? Naja. Die Freilichtmuseen Hagen und Detmold zeigen, wie es damals so zuging. Was machte etwa der Schmied, wenn er mal musste – und wie kam das Herz in die Plumsklo-Tür? Auch darauf gibt’s Antworten.

Die DASA-Arbeitswelt-Ausstellung hat eine neue Attraktion: eine Tower-Simulation. Mit einem Fingertipp kann man es hier regnen oder schneien lassen. Und wer sich mal als Pilot fühlen möchte, steigt in ein Airbus-Cockpit.

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