Heizkosten senken

Gasanbieter-Wechsel kann ein paar Hundert Euro bringen

Foto: istock, Montage: Roth

Köln. Bequemlichkeit kostet bekanntlich oft Geld – das gilt auch beim Erdgas: Wer sich noch nicht aktiv um den Tarif gekümmert hat, bezahlt automatisch die teure „Grundversorgung“. Laut Bundesnetzagentur betrifft das noch gut ein Viertel der Gasverbraucher.

Und die meisten anderen haben zwar einen besseren Tarif beim alten Lieferanten unterschrieben – aber nur jeder Siebte hat tatsächlich den Anbieter gewechselt.

Gibt man sich da jetzt einen kleinen Ruck, kann man noch vor Beginn der Heizperiode kräftig sparen: Aus einem Grundversorgungsvertrag kommen Kunden laut Gesetz innerhalb von 14 Tagen raus. Bei anderen Verträgen ist die Kündigungsfrist einzuhalten.

Ein paar Hundert Euro pro Jahr sind oft drin – beim Vergleich muss man aber genau hinsehen

Nach Berechnungen der Stiftung Warentest bringt ein Anbieterwechsel oft ein paar Hundert Euro pro Jahr. Die genaue Ersparnis hängt vom Wohnort und dem individuellen Verbrauch ab.

Der Wechsel funktioniert genauso unkompliziert wie beim Strom: Der neue Lieferant übernimmt alle Formalitäten – man muss nur den Zählerstand mitteilen. Das Gas wird natürlich nie abgestellt, der Zähler bleibt einfach der alte.

Als Basis für den Preisvergleich nimmt man sich die letzten drei, vier Jahresabrechnungen und kalkuliert den durchschnittlichen Verbrauch. Dann guckt man auf Seiten wie check24.de, toptarif.de oder verivox.de, wer diese Menge günstig liefert. Dabei sollte man auf einige wichtige Punkte achten.

Solche Portale finanzieren sich durch Werbung und Provisionen. Tarife von Kooperationspartnern sind oft kaum als Werbung zu erkennen – erscheinen aber oben in der Ergebnisliste.

Zudem hat die Stiftung Warentest gezeigt, dass vielfach alle möglichen Suchkriterien voreingestellt sind, was die Ergebnisse verfälschen kann. Also sollte man diese Voreinstellungen genau prüfen und gegebenenfalls die entsprechenden Häkchen deaktivieren.

Häufig lockt etwa ein Neukundenbonus. Der Haken daran: Diesen Sonderrabatt gibt’s nur im ersten Jahr, danach wird’s meist richtig teuer. Wer also nicht ständig den Anbieter wechseln will, sollte besser auf die Grundgebühr und den Preis pro Kilowattstunde achten.

Der Preis sollte für die vereinbarte Vertragslaufzeit (in der Regel ein Jahr) garantiert sein. Auch sollte sich diese Vertragslaufzeit bei Ablauf automatisch nur um vier Wochen verlängern – und nicht länger. Die Kündigungsfrist sollte laut Stiftung Warentest maximal sechs Wochen betragen.

Nicht sinnvoll sind übrigens Paketpreise für eine feste Menge: Wer weniger verbraucht, bekommt kein Geld zurück. Angebote mit Vorkasse sind ebenfalls tückisch: Geht der Anbieter pleite, ist die Kohle meistens weg.


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