Urteil

Fundsache: Kein Anspruch auf Freischaltung

Wer etwas Wertvolles findet, muss es beim Fundbüro abliefern – klar. Meldet sich der Eigentümer dann nicht, darf der Finder die Fundsache nach einem halben Jahr abholen und behalten. Weitergehende Ansprüche hat man als neuer Eigentümer aber nicht, wie ein Fall aus Bayern zeigt. Ein Mann hatte ein teures Smartphone im Straßengraben gefunden und bei der Behörde abgeliefert. Nach sechs Monaten holte er das Gerät ab und beantragte beim Hersteller die Freischaltung. Vergebens. Und seine Klage gegen die Firma blieb ohne Erfolg: wegen der „erheblichen datenschutzrechtlichen Bedenken“ – und weil der Mann als Finder eben nur das Eigentum an einem gesperrten Mobiltelefon erworben hat (Amtsgericht München, 24.7.2017, 213 C 7386/17).


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