Schon Jugendliche sollten den Zahnarzt stempeln lassen

Für Krankenkassen-Zuschuss: Bonusheft spart viel Geld – wenn man es richtig pflegt

Unangenehm, aber nötig: Der regelmäßige Zahn-Check. Foto: Vario Images

Hamburg. Bonusheft? Klar, da trägt der Zahnarzt seine jährlichen Kontrolluntersuchungen ein. Das bringt auf die Dauer einen höheren Zuschuss der Krankenkasse, wenn mal Zahnersatz nötig wird. Wichtig zu wissen: Bei Kindern gelten da etwas andere Regeln.

Der Nachwuchs kann ab dem 12. Geburtstag anfangen, die Stempel zu sammeln. Im Unterschied zu den Erwachsenen müssen die Jugendlichen sich dann aber zwei Untersuchungen im Abstand von mindestens vier Monaten pro Jahr bescheinigen lassen. „Ein Termin ist die jährliche Kontrolluntersuchung, der andere dient der sogenannten Individualprophylaxe“, erklärt Hermann Bärenfänger von der Techniker Krankenkasse in Hamburg.

Zwei Termine pro Jahr sparen auf Dauer viel Geld

Das Bonusheft sehr früh zu füllen, ist ratsam: Auch junge Menschen können ja mal Zahnersatz nötig haben, etwa nach einem Unfall. So kostet zum Beispiel ein Implantat eines Frontzahns an die 2.000 Euro – davon würde die Kasse bei vollem Bonusheft 600 Euro übernehmen, ohne Bonus nur rund 460 Euro.

Für Erwachsene wie für Kinder gilt: Wer den Check beim Zahnarzt fünf Jahre lang belegen kann, erhält zur regulären Kassenleistung einen Bonus von 20 Prozent, wer zehn Jahre gestempelt hat, 30 Prozent.

Achtung: Fehlt nur ein einziger Stempel im Heft, beginnen diese beiden Fristen wieder ganz von vorne! Und das gilt auch, wenn ein Jugendlicher in einem Kalenderjahr nur einmal statt zweimal beim Zahnarzt vorbeigeschaut hat.

Wer bisher noch gar kein Bonusheft führt, kann sich frühere Kontrolltermine natürlich auch noch nachträglich von der Praxis bestätigen lassen. Und es kann jedenfalls nicht schaden, alle paar Jahre mal eine Kopie des Bonushefts in die Akte zu packen.


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