Wenn Schüler jobben wollen – welche Regeln gelten da?

Für Ferienjobs spielt der Mindestlohn keine Rolle

Kräftig mit anpacken: Gartenarbeit ist schnell gelernt. Foto: Vario Images

Berlin. Jugendliche haben oft teure Wünsche – da ist ein Job in den langen Sommerferien eine prima Gelegenheit, die Kasse aufzubessern und schon mal in die Arbeitswelt zu schnuppern. Gibt es dafür jetzt mehr Geld als im Vorjahr? Nicht zwingend: Der „allgemeine Mindestlohn“ gilt nicht für Jugendliche ohne abgeschlossene Berufsausbildung – erst volljährige Ferienjobber haben einen gesetzlichen Anspruch auf mindestens 8,50 Euro pro Stunde.

Wie viel man als junger Mensch arbeiten darf, hängt vom Alter ab. Bis zum 13. Geburtstag geht noch gar nichts. 13- und 14-Jährige dürfen nur leichte Tätigkeiten ausüben, zum Beispiel Prospekte austragen, und das höchstens zwei Stunden täglich. Natürlich müssen die Eltern einverstanden sein.

Deutlich mehr dürfen 15- bis 17-jährige Schüler leisten: Bis zu acht Stunden pro Tag, bis zu 40 Stunden pro Woche. Allerdings ist ihr Einsatz begrenzt auf höchstens vier Ferienwochen pro Jahr. Akkord-, Wochenend- oder Nachtarbeit sind in aller Regel untersagt.

Oft bleibt das so verdiente Geld steuer- und sozialversicherungsfrei – dabei kommt es allerdings auf viele Details an. So kann es sinnvoll sein, dass der Betrieb die Lohnsteuer zunächst ganz normal abführt und der Jugendliche sich diesen Betrag im Folgejahr per Steuererklärung komplett zurückholt. Unter bestellen.bayern.de findet man eine aktuelle Broschüre des bayerischen Finanzministeriums mit soliden Tipps dazu.


Mehr zu den Folgen des Mindestlohns:

Um 10 Prozent sind Taxifahrten seit Januar teurer geworden. Der Grund dafür ist der gesetzliche Mindestlohn. Ökonomen der Bundesbank haben festgestellt, dass auch in anderen Bereichen die Preise gestiegen sind.

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