Kopfüber ins Vergnügen

Freizeitparks: Hier rattern Bayerns rasanteste Achterbahnen

Geiselwind/ Bad Wörishofen/Reisbach. Das kribbelt ordentlich im Bauch: Überkopf geht die Fahrt im „Boomerang“. Die blitzschnelle Bahn im Freizeit-Land Geiselwind an der A3 zwischen Nürnberg und Würzburg flitzt nicht nur vorwärts, sondern sogar rückwärts durch die Loopings.

Jetzt im Frühling starten in Bayerns Freizeitparks noch mehr spannende Fahrgeschäfte in die Saison, so auch bei Bad Wörishofen im Allgäu, wo Europas höchste Überkopf-Achterbahn steht: Erst schießt der „Sky Wheel“ 50 Meter steil nach oben, dann rauscht der Zug in einem Affentempo auf den roten Schienen in die Tiefe. Wer die rasante Fahrt wagen will, muss in den Skyline Park kommen.

Schnelle Fahrt durch eine schaurige Schlucht

„Adrenalin und Achterbahn, diese Mischung zieht die Massen an“, sagt Klaus-Michael Machens, der Präsident des Verbands Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen in Berlin. Das Geschäft mit dem Vergnügen boomt. Vergangenes Jahr strömten rund 34 Millionen Gäste in die rund 80 Freizeitparks der Republik. Vor zehn Jahren waren es knapp 28 Millionen. Rund zwei Dutzend der beliebten Parks liegen in Bayern. Allein der Skyline Park 40 Autominuten von München lockte mit seinen 60 Fahrgeschäften mehr als 400.000 Besucher, das beste Ergebnis seit der Eröffnung vor 15 Jahren.

Auch der Bayern-Park im niederbayerischen Reisbach meldete für 2014 ein Gästeplus von 10 Prozent. Das Vergnügungsziel im Vilstal zwischen München und Passau wartet mit 80 Attraktionen auf, die in ein 400.000 Quadratmeter großes Areal eingebettet sind: der mit 600 Metern längsten Wildwasser-Rafting-Bahn Deutschlands und einer Reifenrutsche, auf der man 90 Meter in die Tiefe braust.

Noch mehr Nervenkitzel gibt’s im „Freischütz“: Nur mit einem Hüftbügel festgeschnallt, rasen die Fahrgäste in der Achterbahn mit 80 Sachen durch eine schaurige Schlucht, die der gleichnamigen Oper von Carl Maria von Weber nachempfunden ist.

So wild muss es nicht immer sein. „Die Parks bieten auch Fahrgeschäfte für Senioren“, so Experte Machens. Gemütliche Karussells gefallen auch kleineren Kindern. Der Skyline-Park eröffnet in diesem Jahr gleich mehrere Attraktionen für diese Zielgruppe. Unter anderem haben die Kids in der Bauernhof-Spielinsel oder bei einem Ritt auf elektrischen Pferdchen ihren Spaß. Die Erwartungen der Besucher sind hoch. „Deshalb investieren die Betreiber jedes Jahr in neue Attraktionen“, sagt Machens.

Wer am Ende des Tages noch nicht genug hat, kann vielerorts übrigens auch in den Parks übernachten: in der Ritterburg, im Baumhaus oder im Piratennest.


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