Leserfrage

Flur-Lärm: Was kann die Minderheit tun?

Ute K. aus dem Kreis Böblingen: Wir wohnen in einem Altbau, die drei Parteien sind jeweils Eigentümer. Allerdings berücksichtigen die beiden anderen, die zusammen mehr Anteile haben, unsere Interessen kaum. Weil es im Treppenhaus sehr laut ist, haben wir in den Versammlungen wiederholt darum gebeten, dass die alten Holztreppen mit Teppichmatten belegt werden – bisher aber vergebens.


AKTIV : Wer in der Minderheit ist, hat da aus juristischer Sicht nicht viele Ansatzpunkte. „Zur ,ordnungsgemäßen Verwaltung‘, auf die jeder Eigentümer Anspruch hat, gehört auch die Instandhaltung“, erklärt Rechtsanwalt Gerold Happ vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland. Ein gefährlich wackeliges Treppengeländer wäre da also ein klarer Fall. In Sachen Lärm ist es schon schwieriger: „Man kann normalerweise nur das Schallschutz-Niveau einfordern, das zum Bauzeitpunkt vorgeschrieben war“, sagt Happ. Sie sind also wohl auf die Zustimmung der beiden anderen Parteien angewiesen. Vielleicht kommen Sie ja schneller zum Ziel, wenn Sie anbieten, einen größeren Anteil der Teppichkosten zu übernehmen, als normalerweise nötig wäre.


Artikelfunktionen


Schlagwörter: Wohnen Recht

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang