Waldspaziergänge überm Blätterdach

Faszinierende Aussichten von Bayerns Baumpfaden

Blick von oben aufs herbstliche Farbenspiel: Panoramasteig am Predigtstuhl in Sant Englmar. Spiralförmig auf den Baumturm in Neuschönau. Über die Grenze in Füssen. Oder lehrreich mit Infotafeln und App in Ebrach.

Über die Grenze: Von Bayern nach Tirol auf dem Baumkronenweg Ziegelwies. Foto: Struck

Über die Grenze: Von Bayern nach Tirol auf dem Baumkronenweg Ziegelwies. Foto: Struck

Auf den Gipfel: Der Turm des Baumwipfelpfads Neuschönau. Foto: Struck

Auf den Gipfel: Der Turm des Baumwipfelpfads Neuschönau. Foto: Struck

Wissenswertes: Lehrtafeln auf dem Baumwipfelpfad Steigerwald. Foto: Struck

Wissenswertes: Lehrtafeln auf dem Baumwipfelpfad Steigerwald. Foto: Struck

Sankt Englmar / Neuschönau / Füssen / Ebrach. Maisgelb, kürbisorange und feuerrot leuchten die Blätter im Herbst. Der Altweibersommer lockt nach draußen, und Spaziergängern fällt das Farbenspiel des bunten Laubs ins Auge.

Seit 2008 kann man die Pracht in Bayern auch von oben sehen. Damals wurde der erste Baumpfad im Freistaat eröffnet: der Waldwipfelweg Sankt Englmar in Niederbayern. Die Baumpfade sind das ganze Jahr über begehbar.

Panoramablick über den Bayerischen Wald am Predigtstuhl

370 Meter lang ist der Holzsteg am Hang zu Füßen des mehr als 1.000 Meter hohen Predigtstuhls: Der Panoramablick über den Bayerischen Wald vom Waldwipfelweg Sankt Englmar ist ein Erlebnis.

Weiter geht es über einen Lehrpfad. Auf 1,5 Kilometern Länge helfen 25 Mitmach-Stationen dabei, Baumringe zu zählen, Pflanzen zu entdecken und Nistkästen zu erforschen. Im „Sinneshaus“ lauscht man den Klängen des Waldes und erschnuppert seine unterschiedlichen Düfte. Eine weitere Attraktion ist das „Haus am Kopf“. Wer es betritt, erlebt dank optischer Täuschung alles verkehrt herum.

Im „Ei“ aufwärts in Neuschönau

Der mit 1.300 Metern längste erhobene Waldwanderweg Deutschlands in Neuschönau erfreut seit dem Jahr 2009 die Naturliebhaber. Eine wahre sportliche Herausforderung ist der eiförmige, 44 Meter hohe Baumturm. Um die Plattform am Ende des Wendelgangs zu erreichen, müssen die Besucher Seil- und Wackelbrücken sowie mehrere Trapeze und Balancebalken überwinden.

Auf dem Hochpfad Richtung Tirol

20 Meter in die Höhe ragen die Himmelsplattformen des Baumkronenwegs Ziegelwies in Füssen. Sie werden von nur vier Holzpfählen gestützt, die dort seit 2013 bis zu 17 Meter tief im Boden verankert sind. Sie verbinden die hängebrückenartigen Holzwege mit einer Spannkraft von 1.900 Tonnen: Das entspricht einem Gewicht von 48 Lastern!

Der Allgäuer Hochpfad führt über den dichten Auwald, entlang des Lech-Tals und über die Grenze nach Österreich. Er verbindet die Alpenregionen Bayern und Tirol. Auf seiner ganzen Länge von 480 Metern ist er komplett barrierefrei und kann mit Rollstuhl und Kinderwagen befahren werden.

Steigerwald lockt mit Turm und Smartphone-Infos

Erst seit diesem Frühjahr eröffnet ist der Baumwipfelpfad Steigerwald im Kreis Bamberg in Oberfranken. Von den insgesamt 1.150 Metern Wanderweg bei Ebrach fallen 640 Meter auf den Aussichtsturm. Wer hinaufklettert, kommt an Schautafeln vorbei, auf denen die Flora und Fauna des Waldes beschrieben wird. Mehr Infos kann man sich per App auf sein Smartphone holen.

Weitere Informationen zu den Baumpfaden:

waldwipfelweg.de

baumwipfelpfad.bayern

baumkronenweg.eu

baumwipfelpfadsteigerwald.de


Mehr tolle Ausflugsziele in Bayern:

Das kann man alles im Bauernhofmuseum: Saft und Marmelade herstellen, Brot backen und in der Dorfschule lernen. Oder erfahren, wie Gras zu Milch wird – und wie ein altes Bauernhaus ins Museum kommt.

Wandern vor toller Bergkulisse: Bayern hat ein 40. 000 Kilometer langes Wegenetz mit interessanten Zielen: Vom Königshaus am Schachen bis zur Schneewittchen-Tour im Spessart und Räuberpfaden im Bayerischen Wald.

So kann man Bayern mit allen Sinnen erleben: Architektur zum Hören in Regensburg, lauschen und fühlen in Dillingen, riechen und schmecken in und um München – oder sehen und staunen bei Rosenheim.

Das alles kann man in den Ordensanlagen erleben: einkehren in die älteste Klosterbrauerei, in guter Gemeinschaft fasten, seltene Küchenkräuter entdecken oder beim Hostienbacken zuschauen.

Die 19 bayerischen Staatsgemäldegalerien zeigen Werke aus 500 Jahren. Nicht nur in der Landeshauptstadt München, auch in den Filialen von Aschaffenburg bis Füssen. Besonders spannend wird’s beim Blick ins linke Auge Albrecht Dürers ...

So geht Relaxen auf Bayerisch: Baden in der Hopfenwanne, lautlos Schweben im Salzwasserbecken, Einschlafen mit Klangschalen-Tönen. Oder lieber Eintauchen im meistgebuchten Heilbad der Welt?

Das erlebt man in 140 Metern Tiefe: Mit Grubenbahn und Rutsche in die Unterwelt, Multivisions-Projektionen mit Laser-Show, Bergwerksdinner im Kerzenschein. Oder: Erholung für die Atemwege bei einer Übernachtung.

Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang