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Farbloser Tafellack

Foto: Werk

In der Schule schreibt der Lehrer Vokabeln und Formeln mit Kreide an die Tafel. Ein Wisch, und alles ist wieder weg. Man kann aber auch seine eigenen Wände als Malfläche nutzen. Ohne Tafel! Der Farbspezialist Jansen Lacke in Bad Neuenahr-Ahrweiler hat dafür einen farblosen Tafellack entwickelt, der sich für glatte Tapeten und sogar Türen, Glas und Möbel eignet.

Der Anstrich enthält sogenannte Griffigkeitsmittel. „Das sind mikrofeine Kügelchen, die sich im Lack verteilen“, sagt Anwendungstechniker Norbert Frenken. Die Partikel sind so winzig, dass man sie nicht sieht. „Wenn der Lack getrocknet ist, ragen sie wie ein Gebirge aus der Lackschicht heraus“, erklärt der Malermeister, „das macht die Oberfläche minimal rau.“ Schreibt man mit Kreide oder Kreidemarkern darauf, bleiben die Pigmente an den Partikeln hängen und dringen nicht in die Lackstruktur ein.

Mit Wasser lässt sich alles leicht entfernen. Ein starkes Bindemittel sorgt dafür, dass der Lack an Ort und Stelle bleibt: „Eine normale Wandfarbe würde man mitabwischen“, sagt Frenken. In der Gastronomie und in Geschäften stehen Angebote übrigens schon lange auf Tafellacken an der Wand. Die gab’s bisher nur in Schwarz und Grün. „Ein transparenter Lack passt überall“, so Frenken.


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