Bremsen – aber richtig!

Fahrsicherheitstrainings: Nicht nur für Führerschein-Neulinge sinnvoll

Augsburg. Trau dich! Jetzt: Bremsen! Nein, stärker! Zunächst klappt das noch gar nicht – volle Kanne rauscht der Wagen ins Hindernis. Doch das Auto kriegt dabei keine Beulen ab, sondern nur ein paar Spritzer: Beim Fahrsicherheitstraining des Verkehrsklubs ADAC in Augsburg begrenzen statt harter Leitplanken nur harmlose Wasserfontänen den Weg.

Die Vollbremsung auf nasser Fahrbahn, sie ist in diesem Acht-Stunden-Kurs ebenso dabei wie sicheres Lenken um enge Kurven – oder „einfaches“ Ausweichen. Für solche Trainings gibt es mehrere Anbieter, allein der ADAC betreibt dafür bundesweit rund 50 Anlagen. Pkw- und Motorradfahrer können dort unter Anleitung von Profis üben, wie man auf brenzlige Situationen richtig reagiert. „Selbst ausprobieren – das bringt den Lerneffekt“, betont ADAC-Trainer Ulrich Schulz.

Los geht’s mit der richtigen Sitzhaltung: die Rückenlehne aufrecht, die Beine gebeugt, nicht durchgedrückt, damit man Kraft fürs Bremsen hat. Die Hände mittig. Am besten in einer „Viertel-vor-drei-Position“, wie Schulz erklärt. „So hat man das Lenkrad immer fest im Griff.“

Erste Übung: ein Slalom. Hui – die stehen aber ganz schön eng, die Hütchen! „Weich und wenig lenken“, rät der Trainer. Schon klappt’s besser. Es folgt potenziell lebensrettendes Können: die Notbremsung. Runter vom Gas! Bremspedal kräftig durchdrücken! Spätestens nach der fünften Runde haben das alle Teilnehmer drauf. Wo nötig, hilft der Trainer mit Kommandos per Funk.

Angst um seine Reifen muss dabei niemand haben. Gefahren wird zwar mit dem eigenen Auto, aber auf bewässertem Spezialasphalt. So kann man den Bremsweg ohne Bedenken testen. Und ab wann fliegt man aus der Kurve? Das kann heute jeder spüren. Mancher staunt, wie viel Unterschied da ein paar Stundenkilometer machen.

Mutprobe zum Schluss: der Reifenplatzer – natürlich nur simuliert. Dazu fahren die Autos über eine Metallplatte, auf Knopfdruck macht sie einen Ruck zur Seite: Das Heck bricht aus, als wenn ein Reifen bersten würde. Jetzt heißt es: blitzschnell gegenlenken – aber nicht zu viel. Nach ein paar Durchgängen kann man auch das. „Eine Eins-a-Erfahrung“, lobt ein Teilnehmer, „jetzt weiß ich, wie’s geht.“

Weitere Infos im Web: adac.de/fahrsicherheitstraining


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