RSS Feed abonnieren
Feedback senden

So fängt der Tag gut an

Ernährung: Was man übers Frühstück wissen muss

Die gute Nachricht vorweg: Mal Wurst oder Ei zum Frühstück – das ist völlig okay. Was eine Wissenschaftlerin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sonst noch zum Thema Frühstück für überaus wissenswert hält, lesen Sie hier.

Morgendlicher Küchentänzer: Nach Wurstbrot sieht er nicht aus. Foto: Shutterstock

Morgendlicher Küchentänzer: Nach Wurstbrot sieht er nicht aus. Foto: Shutterstock

Bonn. Wenn es um das Frühstück geht, scheiden sich die Geister: Ist es die wichtigste Mahlzeit des Tages oder pure Zeitverschwendung? „Es kommt auf das individuelle Empfinden an“, sagt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Bonn. Ein paar Dinge aber sollte jeder für einen guten Start in den Tag beachten.

Absolutes Minimum ist ein Getränk. „Wer den Flüssigkeitsverlust aus der Nacht nicht ausgleicht, kann sich in der ersten Tageshälfte schlechter konzentrieren“, stellt die Ernährungswissenschaftlerin fest.

Mal Wurst oder Ei – das ist vollkommen okay

Sobald sich der Appetit meldet, ob zu Hause oder unterwegs, sollte man den Kohlenhydratspeicher auffüllen. Denn über Nacht hat der Körper so einiges davon verbrannt.

Was sollte morgens auf den Frühstückstisch?

Zusätzlich zu dem Getränk nennt Gahl drei Bausteine: Getreide für die Energiezufuhr, etwa Brot, Müsli oder Flocken. Obst oder Rohkost für die Vitamine. Ein Milchprodukt wie Joghurt, Käse oder Quark versorgt den Körper mit Kalzium oder Eisen.

Die Elemente der einzelnen Bausteine sollte man immer mal auswechseln. „Wenn es nicht jeden Morgen ist, sind auch mal Cornflakes, Wurst oder ein Frühstücksei vollkommen okay“, so die Expertin. Generell sollte das Frühstück nicht zu fett und nicht zu zuckerhaltig sein. „Cornflakes enthalten viele leere Kalorien in Form von Zucker, die nicht lange sättigen. Das sollte man sich nicht täglich zum Frühstück gönnen.“

Was muss bei körperlicher Arbeit beachtet werden?

Bei einer solchen Beanspruchung verbrennt der Körper mehr. Eine ausgewogene Ernährung ist dann besonders wichtig. Deshalb sollte man nicht sonderlich fett frühstücken. „Ein gesundes Müsli ist eine gute Alternative“, sagt Gahl.

Und was sollten Schichtarbeiter beachten? „Nach Möglichkeit feste Essenszeiten einhalten“, so die Ernährungswissenschaftlerin. „Bei Frühschicht während der Arbeitszeit zwei Mahlzeiten einnehmen – eine am Vormittag und eine warme Hauptmahlzeit am Mittag. In der Spätschicht eine Zwischenmahlzeit am Nachmittag und das Abendessen. In der Nachtschicht am besten auf ein leichtes Abendessen vor Schichtbeginn und eine große warme Nachtmahlzeit zwischen Mitternacht und 2 Uhr setzen. Eine kleine Nachtmahlzeit ist dann zwischen 4 und 5 Uhr noch mal drin.“

Was gilt in Sachen Frühstück für Kinder?

„Ihre Energiespeicher sind schneller leer als bei Erwachsenen. Deshalb brauchen sie ein Frühstück, um sich in der Schule zu konzentrieren“, sagt Gahl.

Zudem zeigt eine Langzeitstudie der Umea-Universität in Schweden, dass Menschen, die in ihrer Jugend nicht oder kaum gefrühstückt haben, als Erwachsene stärker an Übergewicht und erhöhtem Blutzuckerspiegel leiden.

Bei Erwachsenen kommt es weniger darauf an, wann was gegessen wird. „Die Hauptsache ist, dass die Mahlzeiten über den ganzen Tag verteilt sind und dass ich nicht permanent durchsnacke“, so die Ernährungswissenschaftlerin.

Ganz unwissenschaftlich, aber dennoch zutreffend: Sich morgens Zeit zu nehmen für ein gutes Frühstück, am gedeckten Tisch und nicht allein, steigert in jedem Fall die Lebensqualität.


Mehr zum Thema:

Müsli, Porridge, frisch gepresster Orangensaft und Co.: Rezepte für ein angeblich gesundes Frühstück gibt es viele. Auch viele widersprüchliche. Wir haben deshalb eine Expertin von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung um Rat gebeten.

Goji-Beeren, Chia-Samen & andere exotische Kost: Der neue Lebensmitteltrend Superfood soll angeblich supergesund sein. Aber sicher ist nur: Er kostet den Käufer super viel Geld. Doch gesunde Ernährung geht auch viel einfacher und billiger.

aktualisiert am 30.08.2016

Die wertvollen Eiweiße, die der Körper benötigt, stecken nicht nur in Proteinpulver zum Selbst-Anrühren, sondern auch in ganz normalen Lebensmitteln – etwa Fleisch oder Fisch. Und es geht auch vegan.

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Zum Anfang