Gesundheit

Endlich raus…


Fitness ist in - das spürt auch die Wirtschaft

Kelkheim/München. Wissen Sie, was ein „Mega-Trend“ ist? Matthias Horx muss da nicht lange grübeln: Gesundheit! „Sie hat niemals zuvor einen so hohen Stellenwert eingenommen“, tönt sein „Zukunftsinstitut“ im hessischen Kelkheim. Es  sieht gar eine „Ära der individuellen Selbstverantwortung“ heraufziehen: „Gesundheit wird  als Grundkapital angesehen, in das zu investieren sich lohnt.“

Seltener krankgeschrieben

Nur heiße Luft von wirren Trend-Gurus? Im Betrieb wird die Sache schon konkreter. Respekt vor dem „gestiegenen Verantwortungsbewusstsein der Belegschaften“ bekundete dieser Tage etwa Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall-Arbeitgeberverbände. Denn nie zuvor lag der Krankenstand in seiner Branche so niedrig wie 2007. Auch in anderen Regionen und Industriezweigen fallen die Mitarbeiter seltener aus als in früheren Zeiten.

Ein Grund dafür: Fitness ist in. „Fast alle Bevölkerungsgruppen, unabhängig vom Einkommen, möchten zunehmend etwas für ihre Gesundheit tun“, bestätigte die Unternehmensberatung Roland Berger im April den Befund von Zukunftsforscher Horx.

Den anschaulichen Beleg liefern Millionen Jogger und Walker, die sich jetzt, nach dem Ende des Stubenhocker-Wetters, wieder verstärkt durch die Landschaft arbeiten.

Um 7 Prozent stieg letztes Jahr die Zahl der Fitness-Studios, mittlerweile ackern dort mehr als fünf Millionen Menschen. Und die angebliche Vereinsmüdigkeit der Deutschen – in der  Statistik der Sportvereine (27 Millionen Mitglieder) ist davon nichts zu sehen.

Imposant auch der im Januar vorgelegte „Präventionsbericht“ der Krankenkassen: Die Zahl der Teilnehmer an gesundheitsfördernden Maßnahmen ist zuletzt  binnen Jahresfrist um ein Drittel gestiegen – auf 5,7 Millionen. Übrigens: Jede sechste Maßnahme fand am Arbeitsplatz statt.

Hof/Lam

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