Wundervolle Weltausstellungs-Wahrzeichen

Elf spektakuläre Expo-Bauten, die man heute noch besichtigen kann

Weltausstellungen – heute auch „Expo“ genannt – gibt es seit 1851. Dann und wann, hier und da. Sie ziehen jedes Mal Millionen Menschen an. Der Besucherrekord liegt bei 70 Millionen und wurde 2010 in Schanghai aufgestellt. Und trotzdem lösen sich die Massenspektakel nach ein paar Monaten so gut wie in Luft auf, denn: Die meisten Ausstellungsgebäude werden komplett wieder abgebaut – zum größten Teil für immer, zum kleineren Teil aber auch woanders von Neuem errichtet. Einige prächtige Expo-Wahrzeichen aus dem 19. Jahrhundert sind sogar niedergebrannt.

Und doch: Manche steinerne, stählerne, gläserne oder hölzerne Giganten haben an ihren Original-Schauplätzen überlebt und bringen dort ihre Besucher nach wie vor zum Staunen. Elf von solchen Expo-Bauten stellen wir Ihnen in der Bildergalerie am Ende dieses Artikels vor.


EXPOniert: Der Kristallpalast war das Wahrzeichen der ersten Weltausstellung, 1851 in London. Stahlstich: dpa
EXPOniert: Der Kristallpalast war das Wahrzeichen der ersten Weltausstellung, 1851 in London. Stahlstich: dpa

Aus aller Welt in London – von London aus in alle Welt

Die Tradition der Expos wurde in der Zeit der Industrialisierung begründet. Denn es sollten die neuesten technischen Errungenschaften und handwerklichen Produkte der Weltöffentlichkeit vorgestellt werden. Die erste dieser Megaschauen wurde 1851 im Londoner Hyde Park abgehalten – mit 17.062 Ausstellern aus 28 Ländern, sechs Millionen Besuchern sowie Produktneuheiten wie dem Telegrafen und dem ersten Plastikstuhl aus vulkanisiertem Kautschuk. Das Wahrzeichen des Spektakels war ein gewächshausartiges Gebäude, ganz aus Glas und Gusseisen: der Crystal Palace (dt. „Kristallpallast“). 563 Meter lang, 124 Meter breit, etwa 80.000 Quadratmeter großflächig.

Warum denn so riesig? Ganz einfach: Anders als heute fanden die ersten Weltausstellungen noch in einem einzigen Gebäude statt. Darin mussten alle Besucher, Aussteller und Exponate Platz haben. Der Crystal Palace wurde nach der Ausstellung demontiert – und bis 1854 abgeändert in Süd-London wieder aufgebaut. Sogar noch größer und auf dem höchsten Punkt der Stadt. Leider brannte der Bau 1936 infolge einer Explosion nieder. Doch geblieben ist zum einen sein Name: Crystal Palace heißen in London noch heute das Stadtviertel und der große Park, in denen der Palast stand. Außerdem ein bekannter Fußballverein und ein Sendeturm. Zum anderen begründete das legendäre Wunderwerk einen neuen Gebäudetypus: den Glaspalast.

In der folgenden Bildergalerie zeigen wir Ihnen elf tolle Weltausstellungsbauten, die Sie heute noch im Original am Originalschauplatz bewundern können. Eine Erklärung noch vorab: Nicht überall da, wo Veranstalter „Weltausstellung“ draufschreiben, steckt auch offiziell eine Expo dahinter. Ob eine internationale Schau wirklich Weltformat hat, entscheidet das 1928 in Paris gegründete Bureau International des Expositions (BIE). Auch rückwirkend. Ähnlich wie das IOC für die Olympischen Spiele zuständig ist, bestimmt das BIE die Gestaltung und Vergabe von Weltausstellungen. Alle folgenden Sehenswürdigkeiten stammen von „echten“ Expos.

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