Smartphones

Eines für alles!


Wie die neuen Super-Telefone unseren Alltag verändern

Köln. Schnelllebige Zeiten: Vor kurzem erst galt ein Handy mit Kamera, MP3-Player und ein paar Spielen an Bord als multimedialer Alleskönner. Heute taugt das Ding bestenfalls noch als, nun ja, Türkeil.

„Schuld“ daran sind „Smartphones“, die schlauen Alleskönner unter den Handys. Die nämlich taugen nicht nur zum Telefonieren. Sondern auch als Bahnfahrkarte, HD-Videokamera, Reiseführer, Spielekonsole oder Fernsteuerung für Rollläden oder die Heizung daheim.

Der Siegeszug der Super-Phones scheint unaufhaltsam: Weltweit wurden im vergangenen Jahr rund 1,6 Milliarden Mobiltelefone verkauft. Jedes fünfte Gerät davon war bereits ein Smartphone. Und in entwickelten Ländern wie Deutschland griff sogar schon jeder zweite Käufer zu einem solchen elektronischen Tausendsassa.

Mehr Prozessor-Power als die Nasa

Wird die massenhafte Verbreitung der Smartphones unseren Alltag verändern? „Mit Sicherheit“, sagt Markus Eckstein, Mobilfunk-Experte beim Fachmagazin „connect“. Für ihn steht fest: „Smartphones sind auf dem besten Weg, das zentrale Gerät für alle unsere digitalen Anwendungen zu werden.“

Der Mann könnte recht haben. Was dafür spricht:

Starke Prozessoren: „Neue Smartphones sind kleine Supercomputer mit einer 20.000-mal höheren Rechenpower, als der Nasa-Rechner für die Mondlandung zur Verfügung hatte“, schwärmte Google-Chef Eric Schmidt unlängst auf der Branchenmesse „Mobile World Congress“ in Barcelona. Heißt: Anwendungen wie Bild- oder Videobearbeitung, für die man früher einen PC brauchte, laufen heute auch auf Handys flüssig. Für den Normal-Nutzer könnte so manche Hardware vom MP3-Player bis zum Notebook somit überflüssig werden.

Immer online: „Durch die Smartphones verschmilzt das Internet erstmals mit der realen Welt“, sagt Handy-Experte Eckstein. Was er meint: Ortsunkundige müssen schon heute in einer fremden Stadt nur den Sucher ihres Handy-Objektivs durch die Gegend schwenken, schon liefert das Smartphone Detail-Infos über die Umgebung.

„Selbst einen Italiener mit meiner Lieblingspizza auf der Karte kann ich so finden – überall“, so Eckstein.

Kommunikation über Facebook und Co., Preisvergleiche im Supermarkt, sogar das Feststellen der Aufenthaltsorte von Freunden – alles schon da!

Apps, Apps, Apps: Die kleinen Anwendungen machen jedes Smartphone zum individuellen Werkzeug. „Es gibt Apps für eigentlich alles“, sagt Eckstein, „man kann seine Heizung per App aus der Ferne einschalten, das Handy als elektronisches Konzertticket nutzen.“

Ecksteins Fazit: „Smartphones werden der zentrale Schlüssel unseres digitalen Alltags sein.“

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