Was taugen gebrauchte Geräte?

Ein „Smartphone refurbished“ kann gutes Geld sparen

Professionelle Instandsetzung: Oft sind solche Geräte hinterher praktisch neuwertig. Foto: ASGOODASNEW

Hannover. Speziell bei Smartphones taucht oft ein englisches Wort auf: „refurbished“. Ausgesprochen wird das „rifööörbischt“, das bedeutet „überholt“ oder „aufpoliert“. Und genau das passiert mit den teuren Teilen, wenn sie als „Smartphone refurbished“ auf den Markt kommen.

„Diese Geräte sind gebraucht – das heißt aber nicht, dass sie schlecht sind“, betont Hannes Czerulla vom Fachmagazin „c’t“ in Hannover. Im besten Fall wurde das Handy zurückgegeben, weil es dem Käufer nicht gefallen hat: „Dann ist die Verpackung offen oder hat Dellen, das Gerät ist aber noch mehr oder weniger unbenutzt“, so Czerulla. Manchmal geht es um B-Ware: Da hat dann zum Beispiel das Display etwas andere Farbwerte, doch ansonsten funktioniert das Gerät tadellos. Und oft heißt „refurbished“, dass das Teil repariert worden ist.

Gebrauchte Geräte werden gereinigt – auch von Daten

„Händler, die Smartphones refurbished verkaufen, müssen immer konkret beschreiben, worin sich das Gerät von anderen seiner Art unterscheidet“, sagt der Handy-Experte. Smartphones refurbished seien „in der Regel günstiger“, bei minimalen Mängeln könne man aber eben nicht viel sparen. Und: „Es gibt auch Fälle, in denen das mängelfreie Pendant nicht teurer ist.“

Darum sollte man immer erst vergleichen, bevor man sich für den Kauf entscheidet. Geräte aus professioneller zweiter Hand bekommt man bei großen Online-Händlern, aber auch auf etlichen kleinen Plattformen. „Wer dort kauft, sollte sich nicht von der Gier treiben lassen“, warnt Czerulla, „Super-Schnäppchen haben meistens einen Haken.“

Der Secondhand-Kauf im seriösen Online-Shop bietet Vorteile im Vergleich zu einem Kauf von privat: „Ist das Smartphone refurbished kaputt, schickt man es einfach zurück“, so Czerulla. Zudem würden die Geräte gereinigt, oft sei das neueste Betriebssystem installiert – und alles zurückgesetzt, sodass man keine Datenreste des Vorbesitzers mehr findet.

Übrigens: Wer selbst ein altes Handy verhökern will, kann es einfach bei einem sogenannten Reseller wie rebuy.de oder wirkaufens.de einreichen. „Mehr Geld gibt’s natürlich, wenn man es beispielsweise über Ebay verkauft“, sagt Czerulla. Das koste dafür aber deutlich mehr Zeit.


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