Job-Alltag

Ein bisschen Spaß muss sein…


Stimmung! Lachen macht die Seele leicht. Foto: Roberto Blanco

… dann geht der Stress von ganz allein?!

Köln.  Mit 72 in Rente? Davon will Roberto Blanco nichts wissen. Munter tingelt der karibischste unserer Schlagerstars durchs Land. Simple Botschaft seiner Gassenhauer, die in diesen Tagen aus so mancher Eck-Kneipe dröhnen: „Ein bisschen Spaß muss sein, dann kommt das Glück von ganz allein!“

Die Weisheit des Clowns

Gaudi als Allheilmittel? Gegen Stress im Job, privaten Ärger, den ganz normalen Wahnsinn eben? Aber sicher, sagt „Globo“. Der Clown und Humor-Berater weiß: „Lachen ist tatsächlich gesund! Was der Volksmund seit jeher behauptet, haben die Gelotologen, also die Lach-Forscher, inzwischen bewiesen.“ Ein Beispiel ihrer wissenschaftlichen Erkenntnis: „Dadurch werden Stress-Symptome reduziert.“

Wobei man sich Stress laut Globo oft selbst macht: durch eine zu negative Bewertung. Tipp des Experten: eine andere Sichtweise einnehmen! „Etwa in der Kantine. Statt in der Schlange genervt die Kollegen vor einem zu zählen – warum nicht mal gucken, wie viele hinter einem anstehen?“

Derart entspannt bleiben – das gelingt auch in diesen Zeiten vielen. Schließlich geben immerhin 66 Prozent der Bundesbürger an, von der schweren Wirtschaftskrise bisher nicht persönlich betroffen zu sein – so eine Allensbach-Umfrage.

Die Tipps des Psychologen

Und die anderen? Denen trotz Pappnase nicht nach Lachen zumute ist? Denen der Stress über den Kopf zu wachsen droht?

„Wenn man nicht abschalten kann, wenn einen Gedanken an die Arbeit verfolgen, wenn die Skat-Runde keine rechte Freude mehr macht, wenn der Rücken schmerzt: Das alles sind Warnsignale“, sagt Tim Hagemann. Der Professor am Institut für Arbeitspsychologie und Arbeitsmedizin in Herdecke gibt weitere Anti-Stress-Tipps:

„Das beste Mittel, um Stress-Hormone abzubauen, ist Ausdauersport.“ Notfalls wirkt auch schon ein halbstündiger Spaziergang.

Es hilft, sich geplant schöne Momente zu gönnen. „Zeit für Freunde und Familie, statt wieder nur vor dem Fernseher zu hocken.“

Gute Ernährung wirkt sich direkt aufs Wohlbefinden aus. „Viele essen vor dem Zubettgehen zu schwer.“

Er empfiehlt sechs bis acht Stunden Schlaf. Aber ob wir das schon vor Aschermittwoch beherzigen ...  

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