Leserfrage

Direktpolice: Weniger für die Kasse?

Siegfried J. aus Erlenbach am Main: Ich habe gelesen, dass der Arbeitgeber einem Mitarbeiter beim Ausscheiden aus dem Betrieb die Direktversicherung überschreiben kann, was dann später Krankenkassenbeiträge
spart. Wie geht das vor sich, und wann suche ich das Gespräch mit dem Arbeitgeber?

AKTIV: Tatsächlich hat das Verfassungsgericht entschieden, dass die Auszahlung einer Direktversicherung in einem speziellen Fall nicht komplett beitragspflichtig ist: dann nämlich, wenn ein Mitarbeiter nach Ende des Arbeitsverhältnisses die Beiträge aus eigener Tasche weiterbezahlt – und außerdem „Versicherungsnehmer“ geworden ist (1 BvR 1660/08). In so einem Fall ist dann nur der während der Betriebsangehörigkeit entstandene Anteil beitragspflichtig. „Das macht die private Fortführung solcher Verträge noch attraktiver“, sagt Katrin Wahl vom Marktführer Allianz Leben. „Wichtig ist aber, dass tatsächlich ein Versicherungsnehmerwechsel vom Arbeitgeber auf den Arbeitnehmer stattfindet.“ Bei der Allianz selbst sei das die gängige Praxis. Ob der Wechsel nun auch in Ihrem persönlichen Fall so automatisch abläuft, sollten Sie direkt mit dem betroffenen Versicherungsunternehmen und Ihrer Personalabteilung klären.


Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang