Neue High-Lights

Diese neuen Leuchten zaubern zu Hause gute Stimmung

München/Frankfurt/Springe/Wiesbaden. Knips: Und die Sonne geht an im Bad. Klick: Die Essecke strahlt in fröhlichem Orange. Klack: Schnell die Nutella aus dem Schrank gefischt – ein Leuchtband an der Türklappe erleichtert die Suche.

Neue Beleuchtung bringt mehr Pep ins Haus. Vor allem LED-Lampen zaubern gute Stimmung. „Die Technik hat einen Riesensprung gemacht“, so Jürgen Waldorf, Geschäftsführer des Fachverbands Licht in Frankfurt am Main. „Die Zeiten, in denen Leuchtdioden grelles, kaltes Licht verbreitet haben, sind vorbei. Heute können sie auch gemütlich-warm scheinen.“

Der Markt ist groß: Auf 1,27 Milliarden Euro im Jahr beziffert das Statistische Bundesamt in Wiesbaden die Ausgaben der Privathaushalte für neue Elektroleuchten.

Blau zum Wachwerden und rötlicher Schein zum Entspannen

Dimmbare Leuchten erzeugen mehrere Weißtöne im Wechsel, kühles Licht mit hohem Blauanteil zum Wachwerden und rötlich-warme Strahlen zum Entspannen.

Die Licht-Stimmungen lassen sich elektronisch steuern, etwa mit dem System „Lightify“ vom Hersteller Osram in München. Bis zu 50 Leuchten werden hier mit einer würfelförmigen Steuereinheit per WLAN verbunden.

Am Smartphone kann man sich das passende Licht mixen. Aus Rot, Grün und Blau werden mehr als 16 Millionen Farben. Auf Knopfdruck leuchtet das Wohnzimmer in knalligem Party-Pink oder schimmert rund ums Sofa in sanftem Grün. Sogar einen echten Sonnenaufgang kann die Steuerung simulieren. Dann wird das Zimmer langsam hell, ähnlich wie bei Lichtweckern für sanftes Erwachen.

Waldorf weiß: „Richtig beleuchtet wirken viele Räume plötzlich freundlicher.“ Für Romantik-Feeling fertigt der Hersteller Paulmann aus dem niedersächsischen Springe Goldlicht-Lampen mit warmem Kerzenlicht. Diese in Restaurants beliebte Technik funktioniert auch zu Hause.

Und es sind noch viel mehr Effekte möglich. „Wer seine Orchidee mit Rosé-Lampen anstrahlt, erlebt den Floristen-Effekt“, sagt Produktmanager Hans-Jörg Dageförde: leuchtende Blüten und frisches Grün. Glas und Nippes in Vitrinen funkeln dagegen in eisblauem Licht am schönsten – ein Kniff der Juweliere.

Wo passt welches Licht? In der Küche empfehlen sich Deckenleuchten mit steilem Winkel und Lichtbänder an den Oberschränken. So arbeitet der Koch nicht im eigenen Schatten.

Im Wohnzimmer bietet sich eine Hintergrund-Beleuchtung für den Fernseher an, die schont die Augen. Das funktioniert platzsparend mit LED-Bändern, die man unter die Möbel kleben kann. Das ist übrigens auch am Bett hübsch: Es sieht dann aus, als würde es schweben.


Mehr zum Thema:

Früher musste man beim Glühbirnenkauf nur auf die Watt-Zahl achten. Das hat sich mit dem EU-Verbot der Stromfresser geändert. Heute gibt´s für die verschiedenen Leuchtmitteltypen mehrere Hinweise auf den Verpackungen. Wir bringen Licht ins Dunkel.

Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang