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Frachtsegler

Die „Passat“ ist ein Muss für alle Segelschiff-Fans im Norden

Der Viermaster, der 1911 in Hamburg gebaut wurde, zählte zu den berühmten „Flying P-Linern“ der Reederei Laeisz. Er fuhr regelmäßig zwischen Deutschland und Südamerika. Seit 1960 liegt das Schiff in Travemünde vor Anker.

Die Viermastbark "Passat" ist heute das Wahrzeichen des Ostseeheilbads Travemünde. Sie liegt als Museumsschiff vor Anker und kann täglich besichtigt werden. Foto: Monika Wirth

Die Viermastbark "Passat" ist heute das Wahrzeichen des Ostseeheilbads Travemünde. Sie liegt als Museumsschiff vor Anker und kann täglich besichtigt werden. Foto: Monika Wirth

Ausstattung für Arbeiten auf hoher See: Diese Werkzeuge brauchte man an Bord der "Passat". Foto: Kathrin Romer

Ausstattung für Arbeiten auf hoher See: Diese Werkzeuge brauchte man an Bord der "Passat". Foto: Kathrin Romer

Sie waren dabei: Im Inneren des Frachtseglers gibt es unter Deck eine umfangreiche Ausstellung, in der auch Bilder von der Besatzung der "Passat" zu sehen sind. Foto: Kathrin Romer

Sie waren dabei: Im Inneren des Frachtseglers gibt es unter Deck eine umfangreiche Ausstellung, in der auch Bilder von der Besatzung der "Passat" zu sehen sind. Foto: Kathrin Romer

Hier stand der Steuermann der "Passat": Mit diesem Steuerrad lenkte man das Schiff, das bei guten Verhältnissen 18 Knoten schaffte. Foto: Doriana Dreisbach/Lübeck und Travemünde Marketing

Hier stand der Steuermann der "Passat": Mit diesem Steuerrad lenkte man das Schiff, das bei guten Verhältnissen 18 Knoten schaffte. Foto: Doriana Dreisbach/Lübeck und Travemünde Marketing

Salpeter- und Getreidefahrten nach Südamerika in Rekordzeit haben sie berühmt gemacht – die Viermastbark „Passat“. 1911 bei der Werft Blohm und Voss in Hamburg vom Stapel gelaufen, gehörte der Segler wie sein Schwesterschiff "Peking" zu den legendären „Flying P-Linern“ der Reederei Ferdinand Laeisz. „Flying“ steht für die enorme Geschwindigkeit von 18 Knoten (33 Stundenkilometer), mit „P“ begannen alle Namen der Schiffe dieser Reihe.

Ihre Jungfernfahrt führte die 680.000 Mark teure „Passat“ in nur 70 Tagen von Hamburg nach Chile. Während ihrer fast 50-jährigen Dienstzeit war die 115 Meter lange Stahlbark, unterbrochen von Weltkriegen und Weltwirtschaftskrise, für verschiedene Reedereien und Missionen im Einsatz. Auf ihren Fahrten nach Südamerika oder Australien hat sie Stürmen getrotzt, Kollisionen überdauert und 39-mal Kap Hoorn umrundet.

Die 56 Meter hohen Masten wurden zu einem Wahrzeichen des Seebads

Seit 1960 liegt der Segler abgetakelt im Hafen von Travemünde und ist mit seinen 56 Meter hohen Masten als Wahrzeichen des Seebads weithin sichtbar. In ihrem „zweiten Leben“ wird sie als Eventlocation, für Übernachtungen und als maritime Kulisse für Trauungen genutzt.

Natürlich lädt der Segler auch zum Besichtigen ein. Auf Deck beeindrucken die 4.600 Quadratmeter Segelfläche; unter Deck warten Kajüten sowie die Laderäume, wo einst neben Salpeter auch Getreide und Guano-Dünger transportiert wurden. Eine neue Ausstellung lässt das spannende Zeitalter der Windjammer aufleben: Tagebuch-Einträge des Schiffsjungen Herbert Scheuffler, der 1932 als 15-Jähriger angemustert wurde, nehmen die Besucher mit auf große Fahrt, genauso wie zahlreiche maritime Exponate und Mitmachstationen.

Auch Travemünde selbst lohnt einen Besuch. Ob Spaziergänge am Strand oder ein Bummel durch die Altstadt: Im Mai bieten sich gleich zwei lange Wochenenden an.

Täglich geöffnet

Die Viermastbark Passat kann in der Vorsaison (bis 13. Mai) täglich von 11 bis 16.30 Uhr besichtigt werden, ab dem 14. Mai bis 23. September von 10 bis 17 Uhr. Eintritt: Erwachsene 4 Euro, ermäßigt 2 Euro, Kinder bis 6 Jahre frei.

passathafen.luebeck.de


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