Was Eigenheimer wissen sollten

Die Grundschuld einfach stehen lassen?

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Berlin. Zum Immobilienkredit gehört normalerweise eine „Grundschuld“ im Grundbuch: Sie dient als Sicherheit für die Bank. Ist das Häuschen dann abbezahlt, kann man die Grundschuld löschen lassen – aber das kostet Gebühren.

Was man wissen sollte: Man kann die Grundschuld auch eingetragen lassen. Denn: „Die Bank darf eine Grundschuld natürlich nur verwerten, wenn tatsächlich Forderungen offen sind“, sagt Andreas Brandt, Pressesprecher der Bundesnotarkammer.

Manche Verbraucherschützer empfehlen sogar, die Grundschuld stehen zu lassen – weil man sie ohne Extra-Kosten als Sicherheit für einen neuen Kredit verwenden könnte. „Das macht in der Praxis aber nur Sinn, wenn man den Kredit bei derselben Bank aufnimmt, bei der auch der ursprüngliche Kredit abgeschlossen wurde“, erläutert Brandt.

Übertragung spart kaum Gebühren

Grundsätzlich kann eine Grundschuld zwar auch an eine andere Bank übertragen werden. „Das spart nach der aktuellen Kostenreform aber meist kaum Gebühren“, so der Experte. „Und ein Verkauf geht in der Regel schneller über die Bühne, wenn die Löschung bereits durchgeführt ist.“

Wer eine Grundschuld stehen lassen will, sollte sich jedenfalls die „Löschungsbewilligung“ von der Bank besorgen, die die Rückzahlung des Kredits beweist. Für dieses Dokument dürfen die Kreditinstitute keine Gebühren verlangen. Sie dürfen allerdings die ihnen selbst entstandenen Auslagen – also vor allem die Notarkosten – an den Kunden weiterreichen.


Mehr zum Thema:

Normalerweise ist er die größte Anschaffung des Lebens: der Kauf einer eigenen Immobilie. Es gilt also, sich vor dem Gang zum Notar so gut wie nur irgend möglich zu informieren – sowohl, was das Objekt selbst und seine Lage betrifft, als auch über die Baufinanzierung.

aktualisiert am 27.09.2017

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