Wie das Pflaster schlau wurde

Die große Landesausstellung „Herzblut“ in Mannheim beleuchtet die Medizingeschichte

Mannheim. Ob die Augen schlecht sehen, die Nase schief sitzt, das Herz stottert oder es im Rücken zwackt: Für fast jedes Problem kennt die Medizin heute die richtige Technik. Wie weit der Weg bis zur Hightech-Medizin war und wie es weitergehen könnte, zeigt die große Landesausstellung „Herzblut – Geschichte und Zukunft der Medizintechnik“.

500 Ausstellungsstücke geben im Mannheimer Technoseum noch bis zum 7. Juni 2015 einen Überblick über die Entwicklung der modernen Medizin – vom Amputationsbesteck aus den 1840er-Jahren über aktuelle elektronisch gesteuerte Prothesen bis hin zum „schlauen Pflaster“, mit dem künftig Organfunktionen überwacht werden sollen.

Anatomisches Theater als Start zum Medizin-Spaziergang

Interaktive Stationen laden zum Ausprobieren ein. Die Besucher stellen einen minimalinvasiven Eingriff nach oder lassen sich von „Technoscouts“ erklären, wie Tomografen dreidimensionale Darstellungen errechnen.

Moderne Zeiten in der Medizin begannen mit dem Öffnen und Studieren des menschlichen Körpers.Ein „anatomisches Theater“ steht daher am Anfang des Spaziergangs durch die Medizingeschichte: Solche Hörsäle für anatomische Vorlesungen und Übungen gab es seit dem 16. Jahrhundert. Weitere Stationen sind ein historischer Operationssaal, ein Röntgenraum oder ein medizinisches Labor.

Familien können die Ausstellung auf einer Aktions-Rallye erkunden und medizinische Fragen beantworten. Kinder lösen auf einer Rätsel-Rallye verschiedene Aufgaben, bauen als Mikro-Meister ein Taschenmikroskop oder können einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren.

Immer freitags, sonn- und feiertags lädt das Museum um 14 Uhr zur öffentlichen „Herzblut“-Führung. Begleitend zur Ausstellung gibt es Vorträge zu aktuellen Themen aus der Medizin und eine Filmreihe im Mannheimer „Cinema Quadrat“.

„Die Steptokokken“ verabreichen in der Finissage am 7. Juni eine heilsame Rezeptur aus Medizin und Comedy. Wen’s danach immer noch zwickt und zwackt, der sollte schnell auf die Website des Technoseums klicken: Auf technoseum.de gibt es auch einen Hypochondertest.


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