Tipp der Woche

Die alte Möhre verkloppen


Ungeputzt angerollt: Das schwächt die Verhandlungsposition. Foto: Roth

Woran Sie beim Auto-Verkauf denken sollten

München. Seit es keine Abwrackprämie mehr gibt, muss man sich wieder Mühe machen, um an Geld für den Gebrauchten zu kommen. Die alte Möhre verkloppen? Das beginnt mit einem Inserat in der Zeitung oder in einer Online-Autobörse.

Vorab muss man natürlich einen angemessenen Preis ermitteln – dabei hilft ein Blick in die Schwacke-Liste. Die gibt es inzwischen im Netz: Für 7,90 Euro bekommt man von www.schwacke.de eine Preisangabe, die alle möglichen Details berücksichtigt.

Beulen entfernen

Grober, aber günstiger: Auf Online-Plattformen nachsehen, was andere für vergleichbare Autos verlangen.

ADAC-Sprecher Maximilian Maurer betont, dass der Preis regional stark schwanken kann: „Allrad-Fahrzeuge zum Beispiel sind im Alpenvorland gefragter als in flachen Gegenden. Damit steigt beziehungsweise sinkt der Preis.“

Maurer rät dazu, den Gebrauchten von einem Profi untersuchen und schätzen zu lassen. Das bieten beispielsweise einige TÜV-Stellen an wie auch der ADAC selbst. Der TÜV Hessen etwa ermittelt ab 100 Euro Schäden, Lackdichte und Wert des Wagens. Für solche Dienstleistungen muss man vorab  einen Termin ausmachen.

Maurer weiß außerdem: „Wer Beulen oder Kratzer professionell entfernen lässt, findet schneller einen Käufer.“ Und der zahlt dann oft auch mehr – was die Ausgaben für die Verschönerung deckt. Bei sehr alten Karren mit hohem Tachostand lohnt sich so eine  Aufbereitung allerdings nicht. „Ist der Wagen aber erst ein Jahr alt, lässt er sich auf jeden Fall besser ohne Kratzer verkaufen“, so der ADAC.

Mängel festhalten

Wird am Wagen vor dem Verkauf nichts mehr ausgebessert, sollte er wenigstens ordentlich geputzt werden – und zwar außen und innen.

Einen potenziellen Käufer lässt man die Probefahrt lieber nicht alleine machen: Es gibt ja mehr als einen bekannten Fall, in dem der Interessent mit dem Wagen einfach abgehauen ist.

Ist man sich handelseinig, wird das Geschäft per Kaufvertrag besiegelt. Im Text sollte der private Verkäufer seine Haftung ausschließen. Aber Achtung: „Verschweigt man bekannte Mängel, hilft der Haftungsausschluss nicht weiter“, so Maurer. Fliegt der Schwindel auf, muss man das Auto zurücknehmen und kassiert vielleicht sogar eine Anzeige. Wurde der Käufer über Mängel informiert, muss das daher exakt im Vertrag festgehalten werden.

Nach dem bürokratischen Teil sollten beide Parteien gemeinsam zur Bank fahren: Der Käufer zahlt dort bar, der Verkäufer lässt das Geld direkt von der Bank prüfen und aufs Konto einzahlen. „So sichert man sich vor Falschgeld oder einem geplatzten Scheck.“

Die Fahrzeugpapiere und die Schlüssel werden erst übergeben, wenn das Geld eingezahlt ist.

Wer seinen Wagen an einen Händler verkauft, bekommt übrigens meistens weniger Geld. Und der ADAC rät prinzipiell davon ab, Zeitgenossen zu kontaktieren, die einem Kärtchen mit dem Aufdruck „Kaufe jedes Auto“ an die Karre klemmen.

 

Info: Netz-Seiten

Im Internet gibt es viele Plattformen, um die gebrauchte Karre loszuwerden – und um schnell rauszufinden, was sie in etwa noch wert sein könnte. Einige Beispiele:

www.autoscout24.de

www.gebrauchtwagen.de

www.mobile.de

 

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