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Segelschiff

Der Viermaster „Peking“ kommt zurück nach Hamburg

Die „Flying P-Liner“ der norddeutschen Reederei F. Laeisz waren die modernsten Frachtsegler ihrer Zeit. Eines der Schiffe lag viele Jahre im Hafen von New York und soll nun in die alte Heimat zurückgebracht werden.

Große Fahrt: Die „Peking“ verkehrte zwischen Deutschland und Südamerika. Foto: Wikipedia/Botaurus

Große Fahrt: Die „Peking“ verkehrte zwischen Deutschland und Südamerika. Foto: Wikipedia/Botaurus

Huckepack über den Atlantik: Auf einem Dockschiff dieser Art soll die Bark nach Deutschland kommen. Foto: Combi Lift

Huckepack über den Atlantik: Auf einem Dockschiff dieser Art soll die Bark nach Deutschland kommen. Foto: Combi Lift

Touristen-Attraktion: Seit 1975 liegt die „Peking“ am Pier des South Street Seaport Museums in New York. Foto: Mauritius

Touristen-Attraktion: Seit 1975 liegt die „Peking“ am Pier des South Street Seaport Museums in New York. Foto: Mauritius

Nach langen Verhandlungen und Vorbereitungen ist es nun endlich so weit. Im Juni soll das historische Segelschiff „Peking“, das derzeit noch im Hafen von New York liegt, nach Hamburg zurückkehren. Dort war es Ende Februar 1911 bei Blohm & Voss vom Stapel gelaufen, und dort soll es künftig als Museumsschiff zu besichtigen sein.

Der 115 Meter lange Viermaster ist eines von nur noch vier existierenden Exemplaren der legendären „Flying P-Liner“, die für die Hamburger Reederei F. Laeisz gebaut wurden. Die schnellen Frachtsegler hatten einen eleganten Stahlrumpf und wurden in der sogenannten „Salpeterfahrt“ eingesetzt. Sie brachten Exportwaren wie Steinway-Flügel nach Südamerika und fuhren mit Guanodünger in Säcken zurück.

Der Bund stellt 26 Millionen Euro zur Verfügung

Allein die „Peking“ brachte es so auf 34 Umrundungen des Kap Hoorn, bis sie 1932 infolge der Weltwirtschaftskrise verkauft, außer Dienst gestellt und zu einem stationären Internatsschiff umgebaut wurde. 1975 schließlich landete sie in New York, wo sie bis heute liegt.

Nun plant die Stiftung Hamburg Maritim, den Großsegler mit einem Dockschiff der Bremer Reederei Combi Lift über den Atlantik in eine deutsche Werft zu transportieren, wo er gründlich restauriert werden soll. Der Auftrag ist begehrt, insgesamt sind derzeit fünf norddeutsche Werften im Rennen. Zu den Bewerbern zählt nach aktuellem Stand auch Blohm + Voss.

Die Erwartungen der Stiftung, die gleichzeitig Eigentümerin der Bark ist, sind hoch. Vorstand Joachim Kaiser: „Unsere Leistungsbeschreibung umfasst 273 Seiten. Wir werden alles im Sinne einer sorgfältigen Mittelvergabe prüfen.“

Für die Restaurierungs- und Umbau-Arbeiten ist eine Gesamtsumme von 26 Millionen Euro vorgesehen, die vom Bund zur Verfügung gestellt wird. Geplant sind unter anderem die Rekonstruktion der Takelage, die Restaurierung der Inneneinrichtung und eine großflächige Erneuerung der Außenhaut.


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