Sicher surfen und chatten

Datenschutz: Zehn Experten-Regeln zur Nutzung sozialer Netzwerke

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Surfen und chatten gehören für die meisten Menschen zum Alltag – aber nur wenige kennen sich dabei im heiklen Thema Datenschutz aus. Viele Experten in den Betrieben haben die Gefahr erkannt und geben den Mitarbeitern Schützenhilfe. AKTIV dokumentiert die Empfehlungen von Dirk Ehlert, Datenschutzbeauftragter beim Kunststoff-Verarbeiter Renolit in Worms (4.500 Mitarbeiter):

Zehn Goldene Regeln zur Nutzung sozialer Netzwerke

  • Prüfen Sie die Datenschutzbestimmungen, die Nutzungsbedingungen und die Standard-Datenschutzeinstellungen des sozialen Netzwerks, bevor Sie dort Ihr Profil speichern.

  • Denken Sie bei jeder Information in Ihrem Online-Profil daran, dass Einträge in sozialen Netzwerken kaum oder gar nicht mehr im Internet zu löschen sind. 

  • Geben Sie keine Informationen über sich oder das Unternehmen weiter, die nicht auch am Schwarzen Brett oder in einer Pressemeldung stehen könnten. 

  • Trennen Sie Ihr privates und Ihr berufliches Online-Profil und achten Sie auf die Unternehmensrichtlinie für die betriebliche Nutzung sozialer Netzwerke. 

  • Akzeptieren Sie nicht jede Kontaktanfrage und reduzieren Sie die Datenfreigaben auch für Ihre Kontakte auf ein Minimum. 

  • Verwenden Sie für jedes soziale Netzwerk ein eigenes und sicheres Passwort und speichern Sie dieses nicht. 

  • Überlegen Sie sich, was Sie mit der Teilnahme an dem sozialen Netzwerk erreichen wollen, und bestimmen Sie auf dieser Grundlage, was Sie in Ihrem Profil veröffentlichen und was nicht.

  • Prüfen Sie Links und Dateien aus den sozialen Netzwerken auf Schadsoftware.

  • Geben Sie Ihre Zugangsdaten für Ihr Online-Profil immer nur auf der Startseite des sozialen Netzwerks ein, nicht aber in Webseiten, die Sie als Link per E-Mail geschickt bekommen.

  • Seien Sie kritisch gegenüber Zusatzprogrammen, die Ihr Online-Profil aus dem sozialen Netzwerk übernehmen wollen, wie zum Beispiel Mail-Programme oder Handy-Adressbücher.

 

In Zweifelsfällen empfiehlt Experte Ehlert: „Wenn Fragen auftauchen, sollte man sich an den Datenschutzbeauftragten im eigenen Betrieb wenden – besser einmal zu viel als einmal zu wenig.“ 

Dirk Ehlert im AKTIV-Interview: Wie der NSA-Abhörskandal und andere Affären unsere Betriebe tangieren


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