Hausrat

Das Hab und Gut versichern!


Klassisches Mobiliar: Auf eine schöne Einrichtung legen nicht nur Puppenmütter wert. Foto: fotolia

Ob Brand oder Wasserrohrbruch: Diese Police springt ein

Ein Kabelbrand. Kurz darauf steht die Wohnung in Flammen. Kleiderschrank, Sofa, Fernseher und so fort – alles hin. Nach einem Feuer beginnen die Betroffenen praktisch bei null, und das kann sehr teuer werden. Glück im Unglück hat dann, wer eine Hausratversicherung abgeschlossen hat. Denn die ersetzt den Schaden (auch den durch Löschwasser) und zahlt, was für den Neukauf des Zerstörten nötig ist.

Beitrag schwankt nach Ort und Anbieter

Und das nicht etwa nur nach einem Brand. Die Police springt zum Beispiel auch nach einem Einbruch ein sowie bei Schäden durch Leitungswasser oder Sturm.

Die Höhe der jährlichen  Versicherungsprämie hängt im Regelfall davon ab, wie groß die Wohnung ist – aber zum Beispiel auch davon, in welchem Ort sie liegt.

Das Hab und Gut in einer 120-Quadratmeter-Wohnung in Frankfurt am Main etwa kann man schon für weniger als 100 Euro im Jahr schützen. Manche Anbieter verlangen aber deutlich mehr: Vergleichen lohnt sich also!

Bei der Höhe der Versicherungssumme dagegen kann man es sich einfach machen: „Wer pro Quadratmeter einen Wert von 650 Euro annimmt, läuft nicht Gefahr, dass seine Wohnung unterversichert ist“, erklärt Christian Lübke, Sprecher des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft.

Wäre die Einrichtung nämlich mehr wert, als der Versicherung gemeldet worden ist, würde die im Zweifelsfall anteilig weniger auszahlen. Bei 650 Euro pro Quadratmeter gehen die Versicherungen aber davon aus, dass der Wert hinkommt.

Inflation wird ausgeglichen

Dieser  „Unterversicherungsverzicht“ ist allerdings nachteilig, wenn beispielsweise ein Berufseinsteiger in einer weniger gefragten Gegend eine große Wohnung mietet und nur ein paar günstige Möbel mitbringt: Er wäre mit den 650 Euro pro Quadratmeter klar überversichert.

Anders ein Antiquitätenliebhaber in einer kleinen Wohnung, die vollgestopft mit seinen Schätzen ist: Er dürfte mit 650 Euro pro Quadratmeter unterversichert sein. „Letztendlich ist es jedem Kunden selbst überlassen, ob er sich für den Unterversicherungsverzicht entscheidet, oder individuell den Wert seiner Einrichtung ausrechnet“, sagt Lübke.

Der Unterversicherungsverzicht bringt noch einen Vorteil mit sich: Wer seinen Vertrag mit dieser Klausel abschließt, muss sich keine Gedanken um die Inflation machen. Denn die Versicherungssumme (und damit der Beitrag) wird dann jährlich an den Preisindex des Statistischen Bundesamtes angepasst – normalerweise also erhöht.

Wer seine Versicherungssumme individuell bestimmen will, verzichtet auf diese eingebaute Dynamik. Er sollte daher alle paar Jahre überschlagen, was sein Hab und Gut inzwischen kostet und dann die Police entsprechend anpassen.

Info: Risiko verringern

Wer gut versichert ist, muss natürlich dennoch achtsam sein: Gekippte Balkontüre oder gar Wohnungsschlüssel im Blumenkasten? So etwas kann im Falle eines Einbruchs den Versicherungsschutz kosten – ganz oder teilweise, je nachdem, wie sehr der Einbruch „begünstigt“ wurde.

Übrigens: Wird am Haus ein Gerüst aufgebaut, muss die Versicherung umgehend darüber informiert werden. Schließlich können Diebe dann leichter ins Haus gelangen.

Mehr zum Thema:

Das Hab und Gut schützen, die Familie absichern, nach Unfällen zumindest finanziell aus dem Schneider sein: Für solche Zwecke gibt es alle möglichen Versicherungen. Doch welche Policen sind unverzichtbar oder zumindest wirklich nützlich?

aktualisiert am 09.10.2017

Artikelfunktionen


'' Zum Anfang