Eine besondere Quelle führt zu vielen Attraktionen

Das blaue Wunder

In Blaubeuren bei Ulm liegt der Blautopf. Rund um diese geheimnisvolle Quelle gibt es viel zu sehen und zu entdecken.

Malerisch: Das ehemalige ­Kloster spiegelt sich im Blautopf. Foto: Stadt Blaubeuren, Universität Tübingen, Landratsämter Alb-Donau und Heidenheim

Malerisch: Das ehemalige ­Kloster spiegelt sich im Blautopf. Foto: Stadt Blaubeuren, Universität Tübingen, Landratsämter Alb-Donau und Heidenheim

Sensationell: Die 40 000 Jahre alte Venus-Figur wurde in den Albhöhlen entdeckt. Foto: Stadt Blaubeuren, Universität Tübingen, Landratsämter Alb-Donau und Heidenheim

Fundstelle für Eiszeitkunst: ­Das Geißen­klösterle gehört zum ­Unesco-Welterbe. Foto: Stadt Blaubeuren, Universität Tübingen, Landratsämter Alb-Donau und Heidenheim

Fundstelle für Eiszeitkunst: ­Das Geißen­klösterle gehört zum ­Unesco-Welterbe. Foto: Stadt Blaubeuren, Universität Tübingen, Landratsämter Alb-Donau und Heidenheim

Blaubeuren. Der Ort besitzt einen besonderen Zauber. Es ist nicht nur das intensive Blau – es ist auch das Wissen um seine Tiefe, seine Geheimnisse, die Mythen und Geschichten. Man blickt hinein in den Blautopf und denkt an die schöne Lau, die Wassernixe, die auf dem Grund sitzen soll. Oder die Taucher, die beim Ergründen der unterirdischen Märchenwelt sogar ihr Leben riskieren.

Der 21 Meter tiefe Blautopf ist eine der ergiebigsten Karstquellen Deutschlands. Im weitverzweigten Höhlensystem der Schwäbischen Alb sammelt sich das versickernde Regenwasser und wird im Norden des Städtchens Blaubeuren mit hohem Druck an die Oberfläche gespült.

Aus der Quelle des Flüsschens Blau treten im Schnitt 2.280 Liter Wasser in der Sekunde aus. Welche Welten sich in ihrer Tiefe eröffnen, zeigt der Kurzfilm „Dunkelblau“ des Höhlenforschers Andreas Kücha. Er läuft alle 20 Minuten im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren.

Das Museum, kurz „Urmu“ genannt, liegt am Eingang zur verwinkelten Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern und ist eine wahre Schatzhöhle. Sie birgt sensationelle Funde aus den Alb-Höhlen: Flöten aus Flügelknochen und Mammutelfenbein, den kleinen Löwenmenschen oder die Venus vom Hohle Fels – alle im Original.

Die Landschaft mit Wacholderheiden lädt zum Wandern ein

Rund 40.000 Jahre alt sind diese Funde. Die üppig gerundete Venus ist übrigens das älteste bekannte figürliche Kunstwerk der Menschheit überhaupt. Ihr Fundort liegt nur wenige Kilometer entfernt: Der Hohle Fels bei Schelklingen ist die größte, für Besucher barrierefrei zugängliche Höhlenhalle der Schwäbischen Alb und gehört zu den wichtigsten altsteinzeitlichen Fundstellen (noch bis zum 31. Oktober geöffnet). Wie der Hohle Fels wurden auch das Geißenklösterle und der Sirgenstein in diesem Jahr als Höhlen der ältesten Eiszeitkunst in das Unesco-Welterbe aufgenommen. Beide liegen in Ortsteilen von Blaubeuren. Während das Geißenklösterle nur an Aktionstagen geöffnet ist, kann der Sirgenstein – mit Ausnahme von Vogelschutzzeiten – immer frei besucht werden.

Die abwechslungsreiche Landschaft rund um Blaubeuren mit ihren Wacholderheiden, Felsen und Burgruinen lädt zum Wandern und Spazieren ein. Auf der städtischen Website gibt es ausführliche Vorschläge dazu, wie den „Blaubeurer Felsenstieg“: Er führt am Albtrauf entlang rund um das schmucke Blautopfstädtchen. Mit einem Abstecher zum Blautopf, versteht sich.

blaubeuren.de

urmu.de

museum-schelklingen.de


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