Event-Premiere

Chemie-Betriebe laden ein zur ersten „Langen Nacht der Industrie“ in Rheinland-Pfalz


Ludwigshafen/Worms. Nachts leuchten Tausende Lichter vom Evonik-Werk über den Rhein, die Produktionsanlagen laufen rund um die Uhr. Wenn andere schlafen, stellt das Spezialchemie-Unternehmen zum Beispiel Methacrylate für Kunststoffe, Farben, Lacke und Kontaktlinsen her.

Jetzt können Besucher die Produktion live erleben! Erstmals veranstaltet die Pfalz eine „Lange Nacht der Industrie“. Zwölf Industrie-Betriebe aus der Chemie-, Metall- und Elektrobranche öffnen am 5. November ihre Tore, von Ludwigshafen bis Zweibrücken.

Sechs Touren stehen zur Auswahl: Busse bringen die Besucher der Route entsprechend zu zwei Unternehmen. Vor Ort warten auf die Gäste Werkrundfahrten, die Mitarbeiter erklären die Produkte und Fertigungsprozesse.

Harald Schaub, Vorstandsvorsitzender der Chemieverbände Rheinland-Pfalz, betont: „Die Firmen präsentieren sich als Nachbarn, aber auch als mögliche Arbeitgeber.“ Schüler und Studenten, die eine Ausbildung suchen, können sich in den Betrieben ein Bild machen, zahlreiche Berufe und deren Arbeitsumfelder kennenlernen. „Gerade junge Leute haben häufig falsche Vorstellungen von der chemischen Industrie“, sagt Schaub. „Viele denken nur ans Labor.“

Außer bei Evonik können sich die Besucher bei zwei weiteren Produktionen einen Eindruck davon verschaffen, was die Chemie für unseren Alltag leistet:

Hightech-Folien

Der Kunststoff-Spezialist Renolit stellt an seinem Hauptsitz in Worms spezielle Folien her, unter anderem für Autos, Fensterrahmen, Möbel und Fußböden. Sie entstehen aus Kunststoffpulver und anderen Rohstoffen. In den Werkhallen werden die raffinierten Mischungen mit Druck, Hitze und riesigen Walzen bearbeitet.

Katalysatoren

Bei Grace produzieren rund 950 Mitarbeiter chemische Spezialprodukte, wie leistungsstarke Katalysatoren oder Trocknungsmittel (Silikagel) zum Beispiel für Isolierglasscheiben. Die richtige Zusammensetzung der Komponenten erfordert viel Know-how.

Wer dabei sein möchte, sollte sich rasch online registrieren, gegebenenfalls für ein bestimmtes Unternehmen. Die Zahl der Plätze ist pro Route begrenzt.

Die erste „Lange Nacht der Industrie“ fand übrigens 2008 in Hamburg statt. Die Premiere in der Pfalz tragen die Chemieverbände Rheinland-Pfalz, der Verband der pfälzischen Metall- und Elektroindustrie PfalzMetall und die Industrie- und Handelskammer der Pfalz.

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Fakten

So kommt man zur „Langen Nacht der Industrie“

• Die Teilnahme ist kostenlos, aber nur mit einer Anmeldung bis Anfang Oktober möglich: bit.ly/LNDI-Anmeldung

• Die Touren starten zeitgleich in Ludwigshafen und Kaiserslautern.

• In vielen Betrieben gelten spezielle Sicherheitsvorschriften. Teilnehmer müssen mindestens 14 Jahre alt sein.

• Alle Infos zur Anmeldung und zu den Richtlinien stehen im Internet: lange-nacht-der-industrie.de und dann auf „Pfalz“ klicken

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