Leserfrage

BU-Police: Wandert die Altersgrenze mit?

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Simon K. aus Rastatt: Ihr habt von einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts zur Betriebsrente berichtet. Darin heißt es, dass die Altersgrenze bis 67 mitwandern kann, auch wenn im Vertrag lediglich der 65. Geburtstag erwähnt ist. Wie ist das denn bei meiner Berufsunfähigkeitsversicherung? Die läuft auch bis 65. Muss ich nun vielleicht bis zum 67. Geburtstag einzahlen – und bin dafür bis dahin abgesichert? Und sollte ich vor Ende des 65. Lebensjahres auf eine BU-Rente angewiesen sein: Zahlt mir dann die Versicherung, bis ich 67 werde? Oder habe ich hier eine Versorgungslücke?

AKTIV: Eine spezielle gesetzliche Regelung für die Policen gegen Berufsunfähigkeit (BU) gibt es nicht: „Es gilt letztlich, was im Vertrag vereinbart wurde“, erklärt Hasso Suliak, Pressesprecher beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Endet der Vertrag also zu einem Termin vor dem inzwischen ja nach hinten geschobenen Renteneintrittsalter, hat der Versicherte für eine bestimmte Zeit keinen Versicherungsschutz.

Einige Policen sehen aber immerhin vor, dass im Fall einer BU während der Laufzeit die BU-Rente so lange gezahlt wird, bis das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht ist: „Das heißt, die Versicherungsgesellschaften leisten dann, bis der Versicherte 67 Jahre alt geworden ist“, sagt Suliak.

Jeder Versicherte sollte also zunächst überprüfen, was in seinem Vertrag zur Versicherungs- und zur Leistungsdauer steht. „Gegebenenfalls sollte er sich dann mit seinem Berater beziehungsweise der entsprechenden Gesellschaft kurzschließen und die Möglichkeiten ausloten.“


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Schlagwörter: Altersvorsorge

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