City-Sightseeing ganz spannend

Bonner „Romeos“ oder „Tatort Münster“: Coole Stadttouren für Krimi- und Spionage-Fans

Diese Stadtführungen machen richtig Laune: Während sich eine spezielle City-Tour In Bonn um Spionage und dubiose Mozartkugeln dreht, gilt es in Münster einen kniffligen Kriminalfall zu lösen.

„Tatort“-Figuren Boerne (links) und Thiel, … Foto: Veranstalter

„Tatort“-Figuren Boerne (links) und Thiel, … Foto: Veranstalter

… auf ihren Spuren kann man zum Beispiel bei der „K3-Führung“ in Münster wandeln. Foto: Veranstalter

… auf ihren Spuren kann man zum Beispiel bei der „K3-Führung“ in Münster wandeln. Foto: Veranstalter

Bonner Geschichte: Spion Guillaume mit Kanzler Brandt; … Foto: dpa

Bonner Geschichte: Spion Guillaume mit Kanzler Brandt; … Foto: dpa

… das Wasserwerk, jahrelang provisorisches Parlament. Foto: Stadt Bonn

… das Wasserwerk, jahrelang provisorisches Parlament. Foto: Stadt Bonn

Bonn/Münster. Treffpunkt: Café Müller-Langhardt am Markt, 16 Uhr. „Verhalten Sie sich unauffällig. Bleiben Sie zusammen. Gefährden Sie nicht den Auftrag“, flüstert der Kontaktmann und übergibt eine Packung Mozartkugeln. Keine Spielchen! Oder doch?

Die Gruppe, die sich konspirativ in Bonn versammelt, hat einiges vor. Auftrag: Verschollene Papiere mit brisanten Angaben über die in der ehemaligen Bundeshauptstadt tätigen Spione wiederbeschaffen. Mission: Die Stadt kennenlernen und dabei in die Abgründe des Kalten Krieges schauen – in eine Zeit, als „Romeos“, Spitzel der DDR-Staatssicherheit, Sekretärinnen aus den Bundesministerien verführten.

Die Hobby-Agenten erfahren bei dieser etwas anderen Stadtführung viel über echte Spionage-Fälle, erhalten eine Kurzausbildung im Dechiffrieren und Kontaktieren von Informanten. Es geht durch die Innenstadt und das frühere Regierungsviertel, vorbei an historischen Gebäuden und toten Briefkästen. Auf welchem Weg, das müssen sie selbst herausfinden.

Ein unter den Mozartkugeln versteckter Schlüssel führt zu einem Schließfach, darin ist ein Aktenkoffer. Codes werden geknackt, Rätsel gelöst, und manch merkwürdige Gestalt kreuzt den Weg.

Wo steckt Tatort-Pathologe Boerne? Verschleppt, ermordet?

Ähnlich spektakulär geht es in Münster zu. Dort ist Professor Karl-Friedrich Boerne, Pathologe aus dem „Tatort“, verschwunden. Verschleppt, entführt, ermordet? Die Teilnehmer der Tatort-Münster-Krimitour müssen das herausfinden. Rätselhafte Bilder vergangener Fälle der TV-Serie sollen verraten, wo Boerne ist.

Während der Spurensuche zeigen die Stadtführer nicht nur aus der Krimireihe bekannte Orte und erzählen „Tatort“-Anekdoten, sondern berichten auch über Bemerkenswertes aus der Geschichte Münsters. Nicht nur Boerne und Hauptkommissar Frank Thiel ermitteln hier im Tatort, auch Privatdetektiv „Georg Wilsberg“ ist auf dem Kopfsteinpflaster unterwegs. Die Drehorte der Fernsehkrimis und die Schauplätze realer Verbrechen sind Thema gleich mehrerer Stadtführungen.

Mehr Infos:

stattreisen-bonn.de

stadtfuehrungen-in-muenster.de


Weitere spannende Ausflugsziele in NRW:

1977 endete die Ära der Dampfloks auf westdeutschen Schienen. Fotos aus den letzten Jahren der Dampfrösser sind jetzt in Witten zu sehen. Außerdem fahren nun in NRW wieder zahlreiche Nostalgie-Züge.

Auf dem Gelände einer früheren Kläranlage findet sich die wohl ungewöhnlichste Übernachtungsmöglichkeit Nordrhein-Westfalens. Die Kanalrohr-Suiten bieten Doppelbett, Nachttischlämpchen – und Bullaugen-Ausblick in den Sternenhimmel.

Die DASA-Arbeitswelt-Ausstellung hat eine neue Attraktion: eine Tower-Simulation. Mit einem Fingertipp kann man es hier regnen oder schneien lassen. Und wer sich mal als Pilot fühlen möchte, steigt in ein Airbus-Cockpit.

Radeln wo einst Züge ratterten: In Nordrhein-Westfalen gibt es attraktive Radwanderwege auf ehemaligen Bahntrassen. Einer führt durch einen fast 700 Meter langen Tunnel, wo in der kalten Jahreszeit Fledermäuse überwintern.

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