Urteil

Betriebsrente: Weniger Geld für eine junge Witwe

Witwe am Grab: Der Sozialstaat hilft – die Details sind aber knifflig. Foto: Mauritius

Ist der Altersunterschied zwischen Ehepartnern sehr groß, darf eine betriebliche Witwenrente viel geringer sein als sonst. Das zeigt der Fall eines mit 70 Jahren verstorbenen Mannes: Seiner 29 Jahre jüngeren Frau stehen laut Pensionsordnung der Firma nur 30 Prozent des normalen Betrags zu. Damit wird die Frau zwar wegen ihres geringen Alters benachteiligt – das ist aber laut Urteil gerechtfertigt, auch im Interesse der anderen Mitarbeiter und der künftigen Betriebsrentner (Arbeitsgericht Köln, 20.7.2016, 7 Ca 6880/15).

Übrigens: Eine derart junge Witwe, die kein Kind erzieht, bekommt von der gesetzlichen Rentenkasse nur eine „kleine Witwenrente“. Sie beträgt höchstens 25 Prozent der Rente, auf die der verstorbene Partner Anspruch gehabt hätte. Und bei ab 2002 geschlossenen Ehen fließt diese Zahlung nur zwei Jahre lang: „Der Gesetzgeber geht davon aus, dass Sie nach einer solchen Übergangszeit selbst für Ihren Lebensunterhalt sorgen können“, heißt es bei der Deutschen Rentenversicherung Bund.


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