Urteil

Bereitschaftsdienst: Mindestlohn gilt – bringt aber nichts

Der Mindestlohn würde ihm mehr Geld bringen: Darauf hoffte ein Rettungssanitäter, dessen Bereitschaftsdienste laut tariflicher Regelung 7,90 Euro pro Stunde bringen – die Hälfte des Stundensatzes für seine normale Arbeitszeit. Doch ein Grundsatzurteil stellt nun klar: Der Mindestlohn gilt zwar auch für Bereitschaftszeiten, diese dürfen aber nicht isoliert betrachtet werden!

Es kommt nämlich darauf an, dass das gesamte Monatsbrutto umgerechnet mindestens 8,50 Euro pro Stunde ergibt. Da der Rettungssanitäter unter dem Strich auf knapp 12 Euro Stundenlohn kommt, ändert sich für ihn nichts (Bundesarbeitsgericht, 29. 6. 2016, 5 AZR 716/15).


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Schlagwörter: Arbeitszeit Recht

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