Wechseln ist ein Kinderspiel

Bei der Kfz-Versicherung kann man jetzt viel Geld sparen

Mega-Stau an der Kreuzung: Der Schuldige hat vermutlich weder Versicherung noch Führerschein … Foto: Plainpicture

Berlin. Der 30. November naht – für die meisten Autofahrer ist das der Stichtag für die Kündigung der Kfz-Versicherung. Sich darum mal wieder zu kümmern, kann richtig Geld bringen.

Das hat gerade das Institut für Versicherungswirtschaft an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht ermittelt. Es checkte Angebote für 300 Musterfälle. Ergebnis: „Das realistische Einsparpotenzial – als Differenz zwischen günstigstem Angebot und Mittelwert – beträgt mindestens 320 Euro.“

Nicht erst in letzter Minute kündigen

Aber wieso wird das jetzt wichtig? „Versicherungsverträge verlängern sich um ein Jahr, wenn sie nicht spätestens einen Monat vor Ablauf gekündigt werden“, erklärt der Branchenverband GDV. Läuft also die Auto-Police vom 1. Januar bis zum 31. Dezember, kann man per Ende November kündigen.

Dafür genügt ein formloser Brief, am besten verschickt als Einschreiben mit Rückschein. Wichtig ist aber, es nicht in letzter Minute abzusenden: Es kommt aufs Eingangsdatum bei der Versicherung an.

Bevor man den alten Vertrag beendet, sollte der neue unter Dach und Fach sein. Bei der Auswahl des Anbieters helfen Vergleichsportale im Web (wie autoversicherung.de, check24.de oder verivox.de). Da keines von ihnen mit allen Versicherungen zusammenarbeitet, sollte man stets bei mehreren Portalen recherchieren!

Alternative: ein Vergleich fast aller Anbieter durch die unabhängige Stiftung Warentest (test.de), dies kostet 7,50 Euro.

Wobei es beim Tarifvergleich natürlich nicht nur um den Preis geht. Sondern wie immer auch um die Leistung.

Deckungssumme beachten

Besonders wichtig: die Deckungssumme der Haftpflicht, also der Höchstbetrag, den die Versicherung im Ernstfall zahlen muss. Gesetzlich vorgeschrieben sind da 1,12 Millionen Euro für Sachschäden und 7,5 Millionen Euro für Personenschäden. Bei extrem schweren Unfällen reicht das aber nicht aus; Verbraucherschützer empfehlen daher mindestens 50 Millionen Euro pauschale Deckungssumme.

Weitere Tipps zur sinnvollen Ausgestaltung der eigenen Police gibt der Bund der Versicherten in einem Merkblatt – bundderversicherten.de führt zum kostenlosen Download.


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aktualisiert am 09.10.2017

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