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Warum man den Führerschein möglichst früh machen sollte

„Begleitetes Fahren“ macht die Kfz-Versicherung billiger

Wenn der jugendliche Nachwuchs ans Steuer will, sollten die Eltern sofort mitziehen: „Begleitetes Fahren“ macht normalerweise die Kfz-Police günstiger. Wir erklären, was Eltern von Fahranfängern da alles wissen sollten.

Früh übt sich: Erster Fahrspaß – ernst kann es dann schon vor dem 17. Geburtstag werden! Foto: Adobe Stock

Früh übt sich: Erster Fahrspaß – ernst kann es dann schon vor dem 17. Geburtstag werden! Foto: Adobe Stock

Berlin. Den Führerschein machen? Lieber früher als später! Wer schon mit 17 die Prüfung schafft und danach unter Aufsicht fährt, baut statistisch gesehen deutlich weniger Unfälle als erwachsene Fahranfänger – und das honorieren auch die Versicherungen.

Bereits sechs Monate vor dem 17. Geburtstag können sich Tochter oder Sohn bei einer Fahrschule anmelden. Sind alle Prüfungen absolviert, wird eine Prüfungsbescheinigung für das „begleitete Fahren“ ausgestellt (die übrigens auch in Österreich akzeptiert wird). In diese werden ein oder mehrere Begleiter eingetragen: „Jede Begleitperson muss mindestens 30 Jahre alt sein“, heißt es beim ADAC, „und fünf Jahre den Führerschein haben. Außerdem darf maximal ein Punkt im Flensburger Fahreignungsregister stehen.“

Vor der ersten Tour muss das begleitete Fahren der Kfz-Versicherung des Begleiters gemeldet werden, dabei sollte man auch prüfen, ob die vereinbarte jährliche Kilometerleistung durch Juniors Übungsfahrten überschritten wird. Die Police kann dann je nach Anbieter vorübergehend etwas teurer werden.

Das lohnt sich aber – denn egal, ob Junior nach dem 18. Geburtstag weiterhin mit dem Auto der Eltern fährt oder ob er den ersten eigenen Wagen steuert: In beiden Fällen ist der neue Versicherungsbeitrag günstiger, wenn zuvor begleitet gefahren wurde. Das zeigte eine Umfrage der Deutschen Verkehrswacht für das Internetportal bf17.de – das zum Thema „begleitetes Fahren“ auch sonst keine Frage offen lässt.

Ist ein eigenes Auto für den Nachwuchs angedacht, sollte man ruhig eine harmlose Karre wählen. Typische Fahranfänger-Autos sind oft in eine hohe und damit teure Typklasse eingestuft. Dabei kommt es auch auf Details wie das Baujahr an (checken lässt sich das auf Seiten wie autoampel.de).

Mit der Zweitwagen-Lösung kann man günstig Rabattjahre ansammeln

Eine günstige und daher oft gewählte Möglichkeit ist dann die Versicherung dieses neuen Autos als Zweitwagen der Eltern. Das Fahrzeug wird auf ein Elternteil zugelassen, bei der Versicherung wird der Fahranfänger als Hauptnutzer eingetragen. Ein Unfall mit diesem Zweitwagen ändert nichts an der Schadensfreiheitsklasse (SF-Klasse) des Erstwagens.

Nach einigen weiteren Jahren Praxis am Steuer sollte das Kind auf eine eigene Police umsteigen – dabei kann es normalerweise den Schadensfreiheitsrabatt aus dem Zweitwagenvertrag mitnehmen! Zudem kann ein Preisnachlass drin sein, wenn das Kind bei derselben Gesellschaft bleibt wie seine Eltern. Beide Punkte sollte man jeweils frühzeitig mit dem Anbieter klären.

Es ist übrigens oft auch möglich, einige Jahre aus der SF-Klasse eines Verwandten zu übernehmen – und das sogar noch nach einem Todesfall. Was sie da genau erlaubt, legt jede Versicherung selbst fest.


Weitere praktische Tipps für alte und junge Autofahrer:

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aktualisiert am 13.03.2018

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