Urteil

Auslandseinsatz: Welche Fahrten sparen Steuern?

Auf Montage: Da ist mancher oft lange fern der Heimat. Foto: Fotolia

Fährt ein Mitarbeiter, der an wechselnde Baustellen geschickt wird, zur Arbeit beziehungsweise zurück nach Hause, kann er die Fahrtkosten von der Steuer absetzen. So weit, so klar. Was aber, wenn der Mann sich lieber von seiner Frau am Einsatzort besuchen lassen will?

Mit dieser Frage hat sich kürzlich der Bundesfinanzhof befasst (22.10.2015, VI R 22/14): Ein in Holland eingesetzter Monteur musste laut Bescheinigung der Firma auch an Wochenenden vor Ort bleiben. Seine Frau reiste daher insgesamt dreimal in die Niederlande. Ihre Fahrtkosten sind aber laut Urteil „nicht als Werbungskosten abzugsfähig, denn sie sind nicht beruflich veranlasst“. Aus Sicht des Gerichts „stellen die Fahrten der Frau noch typische private Wochenendreisen dar“. Beim Vorliegen einer sogenannten doppelten Haushaltsführung könnte das zwar anders aussehen – die war in diesem Fall aber nicht gegeben, mangels „regelmäßiger Arbeitsstätte“ des Monteurs.


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Schlagwörter: Recht

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