Sparer müssen Steuer-Identifikationsnummer angeben

Anfang 2016 werden viele Freistellungsaufträge ungültig

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Berlin/Bonn. Ob die Abgeltungssteuer bleiben oder abgeschafft werden soll, darüber wird in Berliner Fachkreisen gerade munter diskutiert. Klar ist allerdings, dass sich da fürs Steuerjahr 2016 noch nichts ändern wird – und genau deswegen müssen etliche Sparer nun rasch handeln.

Betroffen ist, wer vor 2011 einen Freistellungsauftrag für Zinsen und andere Kapitalerträge erteilt und sich seitdem nicht mehr darum gekümmert hat: Am 1. Januar 2016 werden alle Freistellungsaufträge unwirksam, auf denen nicht auch die steuerliche Identifikationsnummer des Anlegers – und gegebenenfalls des Ehepartners – eingetragen ist.

Nummern auch für Kindergeld nötig

Deshalb würden dann schon ab dem ersten Zins-Euro Steuern abgezogen. Um das zu vermeiden, teilt man einfach der Bank die Nummer mit. „Ein neuer Freistellungsauftrag muss nicht erteilt werden“, so das Bundeszentralamt für Steuern.

Die Identifikationsnummer hat elf Stellen und steht zum Beispiel auf dem Steuerbescheid (sie ist aber nicht zu verwechseln mit der altgedienten Steuernummer). Die Identifikationsnummern von Eltern und Kindern müssen übrigens künftig auch vorliegen, damit weiter Kindergeld fließt. Hier kann man sich aber noch Zeit lassen, wie das Bundeszentralamt betont: Es genügt völlig, die Nummern „im Laufe des Jahres 2016“ bei der Familienkasse anzugeben.


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aktualisiert am 29.09.2017

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