Online-Shopping zum Pauschalpreis

Amazon Prime & Co.: Wann lohnen sich Flatrates für Versandkosten?

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Einmal zahlen und dann nach Herzenslust einkaufen, ohne dass lästige Versandkosten anfallen – einige Onlineshops bieten dazu sogenannte Versandkosten-Flatrates an. Die Preise sind je nach Anbieter ganz unterschiedlich und können schon mal 50 Euro pro Jahr betragen. Das bekannteste Beispiel für solche Flatrates dürfte derzeit Amazon Prime sein.

Bestelle ich oft genug?

„Ob sich eine solche Versandkosten-Flat wirklich rechnet, hängt davon ab, wie häufig man bei dem jeweiligen Anbieter tatsächlich bestellt“, erklärt Berater Georg Tryba von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Diese hat kürzlich solche Angebote unter die Lupe genommen. Bei Versandkosten von 5,95 Euro rechnet sich eine Flat von 15 Euro beispielsweise bei der dritten Bestellung, eine von 50 Euro dagegen erst mit dem neunten Päckchen. Deshalb sollte man prüfen, ob man bei einem bestimmten Shop überhaupt oft genug einkauft.

Mindestbestellwert erreicht?

„Außerdem sollte man nicht vergessen, dass viele Anbieter das Päckchen ja sowieso kostenlos verschicken, wenn man einen gewissen Mindestbestellwert erreicht“, gibt der Experte zu bedenken. Mehrere Teile oder Teures wie technische Geräte kommen deshalb sowieso oft gratis ins Haus. Die Flat bringt dann also nur etwas, wenn die eigenen Bestellungen normalerweise unterhalb der Mindestsumme bleiben, beispielsweise bei günstigen Klamotten oder preiswertem Technikzubehör.

Konditionen checken

„Wer eine Versandkosten-Flat nutzen will, sollte außerdem die Bedingungen des jeweiligen Anbieters genau prüfen“, empfiehlt Verbraucherschützer Tryba. Die Stichprobe der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ergab nämlich, dass trotz Flat keineswegs alle Bestellungen komplett kostenfrei sind. Allerdings hat jeder Webshop hier andere Konditionen: So sind häufig bestimmte Produkte, beispielsweise Waschmaschinen, nicht in der Flatrate enthalten. Nicht selten fallen auch Zuschläge weiterhin an, etwa für Expresslieferungen oder gekühlte Lebensmittel. Einige Anbieter verlangen auch einen Mindestbestellwert, beispielsweise von 20 Euro. Wer das nicht beachtet, zahlt trotz Flat weiterhin Portokosten.

Fazit

Versandkosten-Flats können sich lohnen, wenn man als Stammkunde eines bestimmten Onlineshops relativ häufig für eher geringe Summen einkauft. Wer dagegen nur sehr selten bei ein und demselben Anbieter bestellt, fährt mit den Versandkosten für ein Einzelpäckchen meist günstiger. Und wer den Mindestbestellwert für den Gratisversand mit seiner Bestellung sowieso problemlos erreicht, braucht natürlich überhaupt keine Flat.


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aktualisiert am 29.03.2016

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