Holen Sie sich was zurück!

Aktuelle Tipps für die Steuererklärung 2014

Bild: Tomicek

Berlin. Er ist knifflig. Und nervt. Aber er lohnt sich – der Kampf mit der Steuererklärung, der nun mal wieder angesagt ist. Um möglichst viel zurückzuholen, sollte man sich helfen lassen. Wobei Beschäftigte da normalerweise einfach auf eins der altgedienten PC-Programme setzen können.

Die heißen etwa „Steuer-Spar-Erklärung“, „Taxman“ oder „Wiso Steuersparbuch“ und sind für 20 bis 30 Euro zu haben. Achtung: Software fürs Steuerjahr 2014 trägt das Wort „2015“ im Titel.

Stark geändert hat sich das Reisekostenrecht. Das kann jetzt mehr Geld bringen – natürlich nur, wenn Ausgaben für dienstliche Touren nicht sowieso vom Betrieb erstattet wurden.

Höhere Pauschale für Verpflegung

Wichtig ist da ab 2014 die „erste Tätigkeitsstätte“, der man „dauerhaft zugeordnet“ ist. Kosten für die Fahrt zur Arbeit dorthin macht man über die Entfernungspauschale geltend, also mit 30 Cent pro Kilometer der einfachen Strecke. 30 Cent für jeden gefahrenen Kilometer darf dagegen absetzen, wer zudem mit dem Auto andere Arbeitsorte ansteuert. Ist etwa ein Vertriebler montags in dem Werk aktiv, dem er arbeitsrechtlich zugeordnet ist, und die vier anderen Tage unterwegs, gelten diese Touren steuerlich als Auswärtstätigkeit.

Für „auswärtige“ Arbeit im Inland kann jetzt eine höhere Verpflegungspauschale von 12 Euro pro Tag angesetzt werden, sobald man über acht Stunden unterwegs ist. Für komplette Tage gelten (wie bisher) 24 Euro.

Wobei der Betrieb festlegt, was „erste Tätigkeitsstätte“ ist. Je nach Fall kann man da um eine steuerlich günstigere Zuordnung bitten – die allerdings schriftlich erfolgen muss. Viele Beispiele dazu enthält ein Rundschreiben des Finanzministeriums (abrufbar unter bundesfinanzministerium.de).

Bei diversen Steuerfragen ist die Rechtslage unklar – es kann sich lohnen, die entsprechenden Posten anzugeben und auf günstige Urteile zu hoffen. Das gilt zum Beispiel für die Prozesskosten bei einer Scheidung (anhängig beim Bundesfinanzhof, VI R 66/14); weitere Musterprozesse finden sich unter: test.de

Steuer-Bonus gilt auch für Ausbau

Für fast alle lohnend ist der Handwerker-Bonus. Seit 2014 sind da zwar auch Dach- oder Keller-Ausbau begünstigt, die Kontrollarbeiten des Schornsteinfegers dagegen eigentlich nicht mehr. Wobei dieser Bonus nun ja sogar für die Prüfung von Abwasserleitungen gelten kann (Bundesfinanzhof, 6. 11. 2014, VI R 1/13). Und der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine meint, dass das analog auch für Checks des Schornsteinfegers gelten muss: Er empfiehlt, „weiterhin alle Schornsteinfegergebühren einzureichen“.


Mehr zum Thema:

Nicht jeder Arbeitnehmer muss bis zum 31. Mai eine Steuererklärung beim Finanzamt abgeben. Manche aber schon. Andere tun’s freiwillig. Einen Wegweiser durch den Regel-Dschungel finden Sie hier.

Zwei Dinge sind sicher im Leben, weiß der Volksmund – der Tod und die Steuern … Und sicher ist damit auch, dass AKTIV immer wieder Tipps zu Steuerthemen gibt. Wichtige Artikel finden Sie hier.

aktualisiert am 29.09.2017

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