AKTIV-Quiz „Das neue deutsche Wirtschaftswunder"

Gewinner und Antworten


Liebe User,

vielen Dank für die zahlreichen Antworten und kreativen Einsendungen zu unserem diesjährigen Sommer-Quiz!

Über die tollen Gewinne dürfen sich freuen:

1. Preis (1.500 Euro) - Christof O. aus Limburg
2. Preis (1.000 Euro) - Käthe K. aus Rostock
3. Preis (500 Euro) - Irene S. aus Kissing


Das richtige Lösungswort lautete: ARBEITSPLAETZE


Und hier gibt's alle Antworten zum Nachlesen mit Quellenangaben:
 

1. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland hat sich seit 2005 fast halbiert. Wie lief es im gleichen Zeitraum für die größte Wirtschaftsmacht USA?

A) Die US-Arbeitslosenquote hat sich fast verdoppelt.

Und zwar von 5,0 Prozent im Juni 2005 auf 9,2 Prozent im Juni 2011.
Quelle: US-Arbeitsministerium (www.bls.gov)


2. Wie reagieren deutsche Auto-Hersteller zurzeit auf die veränderte Nachfrage?

R) Sie streichen die Werkferien, um mehr produzieren zu können.

Quelle: Handelsblatt Online, 8. Juni 2011 (www.handelsblatt.com).


3. Welcher Kanzler hat versprochen, die Arbeitslosigkeit zu halbieren, bei seiner Abwahl aber mehr Arbeitslose hinterlassen als geerbt?

B) Beide – Helmut Kohl und Gerhard Schröder.

Kohl kündigte das 1996 an (zum Beispiel: www.focus.de); Schröder bekannte sich 2002 zum gleichen Ziel (zum Beispiel:
www.welt.de). Bei Kohls Amtsantritt im Oktober 1982 gab es in der Bundesrepublik 1,9 Millionen registrierte Arbeitslose, beim Wechsel von Kohl zu Schröder im Oktober 1998 waren es 3,9 Millionen (davon 2,6 Millionen in den alten Bundesländern) und beim Wechsel von Schröder zu Angela Merkel im November 2005 dann 4,5 Millionen (Quelle: Bundesagentur für Arbeit).

4. Aktuell gibt es bundesweit knapp 41 Millionen Erwerbstätige. Das sind …

E) … so viele wie noch nie.

Quelle: Statistisches Bundesamt.


5. Ein Reizthema: die Zeitarbeit. Welche Aussage stimmt?

I) Diese drei Behauptungen sind alle falsch: In Deutschland ist der Anteil der Zeitarbeiter mehr als doppelt so hoch wie im europäischen Durchschnitt. – Unternehmen setzen Zeitarbeiter vor allem ein, um Kosten zu sparen. – Der sogenannte Klebeeffekt wird weit überschätzt: Nur etwa jeder 50. Zeitarbeiter schafft den Sprung in eine Stammbelegschaft.

Tatsächlich liegt der Anteil der Zeitarbeiter mit rund 2 Prozent (2010) nur leicht über dem europäischen Durchschnitt. – Für die Unternehmen ist die höhere personalpolitische Flexibilität der wichtigste Grund für den Einsatz von Zeitarbeitnehmern, die Kostenfrage spielt dagegen nur eine untergeordnete Rolle. – Schätzungsweise jeder siebte Zeitarbeiter wird von einem Kundenunternehmern übernommen.

Quellen: „Economic Report 2011" des internationalen Zeitarbeitgeber-Verbandes CIETT sowie „Zeitarbeit in Deutschland" (Gutachten der Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH vom Mai 2011)



6. Welche einschneidende Reform unseres Sozialsystems ist Anfang 2005 in Kraft getreten?

T) Die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe („Hartz IV“).

Quelle: Viertes Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt vom 24. Dezember 2003.


7. Kurz zuvor, im Dezember 2004, waren gut 6,8 Millionen Bundesbürger als gewerbliche Mini-Jobber im Einsatz. Wie viel waren es wohl im März 2011?

S) Genauso viele.

Quelle: Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See – Minijob-Zentrale.


8. Wie viele Beschäftigte haben hierzulande einen unbefristeten Job?

P) 85 Prozent.

Quelle: Eurostat – Arbeitskräfteerhebung der Europäischen Union (die Datenbank ist öffentlich zugänglich unter: epp.eurostat.ec.europa.eu).


9. Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente im ersten Vierteljahr 2011 im Schnitt 3.264 Euro brutto im Monat, anteilige Sonderzahlungen noch nicht mitgerechnet. Seit 2005 ist der Durchschnittsverdienst ...

L) ... gestiegen, und zwar etwas stärker als die Verbraucherpreise.

Der Durchschnittsverdienst von 3.264 Euro liegt um 9 Prozent höher als im ersten Quartal 2007; die Verbraucherpreise stiegen in dieser Zeit um 6,8 Prozent. Für die Zeit vor 2007 gibt es nur Zahlen für das produzierende Gewerbe: Dort stieg der Durchschnittsverdienst vom ersten Vierteljahr 2005 bis zum ersten Vierteljahr 2011 um 12,2 Prozent auf 3.293 Euro, die Verbraucherpreise stiegen während dieser Zeit um 10,5 Prozent.

Quelle: Statistisches Bundesamt.


10. Im Jahr 2008 haben 850.000 Bundesbürger eine Kreuzfahrt gemacht. Wie viele werden es voraussichtlich dieses Jahr sein?

A) Doppelt so viele.

Quelle: „Der Kreuzfahrtenmarkt Deutschland 2010“ – eine Analyse des Deutschen Reiseverbandes.


11. Im Krisenjahr 2009 behielten viele Menschen ihren Job, obwohl es für sie wegen der ausbleibenden Aufträge vorübergehend keine Arbeit gab. Wie viele waren es allein im größten Industriezweig Metall und Elektro?

E) 800 000.

Quelle: Arbeitgeberverband Gesamtmetall.


12. Mit den intakten Mannschaften konnten viele Betriebe nach der Krise sofort durchstarten: Sie dürften im laufenden Jahr schon wieder mehr im Ausland verkaufen als vor der Krise. Wie stark war der deutsche Export 2009 eingebrochen?

T) Um 18 Prozent.

Und zwar von 984 auf 803 Milliarden Euro. Im Jahr 2010 waren es dann wieder 952 Milliarden Euro; für 2011 wird ein weiterer Anstieg erwartet: Von Januar bis Mai waren es schon 437 Milliarden Euro.

Quelle: Deutsche Bundesbank.


13. Deutschland exportiert im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung deutlich mehr als andere Industriestaaten. Was trägt maßgeblich dazu bei?

Z) Dass wir in vielen Nischenmärkten fast einzigartige Qualitätsprodukte anbieten.

Die beiden anderen Antworten waren natürlich ein Scherz: Das mit der niedrigen Kaufkraft ist Quatsch (Deutschland liegt beim Pro-Kopf-Einkommen auf Platz 7 der 27 EU-Staaten), das mit dem planwirtschaftlichen Anordnen durch die Regierung sowieso. Sehr ernst zu nehmen sind dagegen die vielen – oft heimlichen – Weltmarktführer („Hidden Champions“) im Lande, von denen zum Beispiel das „Manager Magazin“ vor kurzem nicht weniger als 1.000 Stück aufgelistet hat.

Quellen: Eurostat (der internationale Kaufkraft-Vergleich ist abrufbar unter
epp.eurostat.ec.europa.eu – dann auf den Reiter "Grafik" klicken); Manager Magazin Online (www.manager-magazin.de).

14. Für dieses Jahr wird ein Rekordabsatz bei Flachbildfernsehern erwartet. Wie viele Geräte werden voraussichtlich in Deutschland verkauft?

E) 9,8 Millionen.

Quelle: Prognose des Marktforschungsinstituts EITO für den Branchenverband BITKOM.

 


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