Tipp der Woche

Abtauchen oder Abfahren?


Warmes Wasser oder kühle Bergluft? Auch Last-Minute-Urlauber haben die Wahl zwischen vielen Zielen.

Worauf Sie beim Buchen einer spontanen Reise achten sollten

So günstig wie an diesem Jahresende liegen die Feiertage nur selten:

Die perfekte Gelegenheit also für einen spontanen Kurzurlaub! Wer Weihnachtsstress und Schmuddelwetter  noch schnell hinter sich lassen will, kann Last-Minute-Angebote nutzen. Ein paar Punkte müssen aber beachtet werden, damit  die  Spontanreise  nicht zum Fiasko wird.

Grundsätzlich ist bei einer kurzfristigen Reisebuchung natürlich nicht mehr jedes Angebot verfügbar: Man sollte also beim Termin, beim Abflughafen und bei der Unterbringung flexibel sein. Fährt man kurz vor oder nach den Hauptreisetagen, wird der Trip oft noch günstiger.

Impfschutz kontrollieren

Wer von Weihnachten unter Palmen träumt, sollte vor der Buchung prüfen, ob die notwendigen Formalitäten auf die Schnelle überhaupt noch zu schaffen sind: Für die Gültigkeit des Reisepasses, das gegebenenfalls nötige Visum und nicht zuletzt einen ausreichenden Impfschutz ist der Kunde nämlich selbst verantwortlich. Detaillierte Informationen zu jedem Reiseziel bietet das Auswärtige Amt im Internet (www.diplo.de), Rubrik „Reise und Sicherheit“) sowie am Service-Telefon – die Rufnummer: 030/5000-0.

Auch wenn viele beim Stichwort „Last Minute“ ans Sparen denken: Echte Schnäppchen sind heutzutage eine Ausnahme. „Die Veranstalter haben ihre Strategien verändert und setzen stärker auf langfristige Buchungen, weil sie dadurch besser planen können“, erklärt Sibylle Zeuch vom Deutschen ReiseVerband. Das bestätigte auch die „Stiftung Warentest“, die nun kaum noch Preisunterschiede zwischen kurz- und langfristig gebuchten Reisen feststellen konnte.

Bei einer spontanen Bu-chung ist die Pauschalreise meist günstiger als die individuell zusammengestellte Tour. Das hat zwei Gründe: Zum einen bekommen die Pauschal-Anbieter durch Mengenrabatte bessere Konditionen. Zum anderen sind die extrem günstigen Einzel-Plätze der Airlines und der Bahn oft lange im Voraus ausgebucht.

Eine Pauschalreise ist im In-ternet nicht unbedingt preiswerter als im Reisebüro: „Sowohl Reisebüros als auch Online-Portale greifen auf gleiche Datenbanken zu“, erklärt Expertin Zeuch. „Reisebüros verfügen aber über spezielle Software, um den günstigsten Preis zu ermitteln. Das ist per Internet oft sehr zeitaufwendig.“

Im Reisebüro gibt es zudem kundige Beratung – dafür hat das Internet 24 Stunden am Tag geöffnet und ist vom Schreibtisch aus erreichbar. Wer per Netz bucht, sollte aber auf namhafte Anbieter setzen und auf eine verschlüsselte Datenübertragung achten.

Sicherungsschein verlangen

Lesen Sie außerdem das Kleingedruckte! Manchmal treiben unauffällige Gebühren für die Nutzung der Kreditkarte oder die Buchungsabwicklung den Preis in die Höhe. Und achten Sie darauf, nicht automatisch unnötige Versicherungen mitzubuchen.

Auch bei Last-Minute-Reisen gilt: „Man sollte darauf bestehen, dass man den Reisepreis-Sicherungsschein erhält“, sagt Zeuch. Damit ist sichergestellt, dass der Veranstalter eine Insolvenz-Versicherung hat und die Kunden bei einer Pleite kein Geld verlieren. Silke Becker

 

Info: Netz-Tipps

Die Buchung per Internet klappt laut „Stiftung Warentest“ bei namhaften Anbietern problemlos. Drei bekamen die Test-Note „gut“: 

www.weg.de

www.opodo.de

www.travelchannel.de

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