Sozialleistung wird jetzt deutlich ausgeweitet

Ab 2016: Mehr Wohngeld für mehr Bürger

Häuschen in der Provinz: Wohngeld hilft auch klammen Eigenheimern. Foto: Plainpicture

Berlin. Der Sozialstaat reagiert auf gestiegene Heizkosten und höhere Mieten in Ballungsräumen: Am 1. Januar wird das Wohngeld erhöht – erstmals seit 2009 – und der Kreis der Empfänger deutlich ausgeweitet.

Vor allem Geringverdiener, vorübergehend Arbeitslose und Rentner mit wenig Geld sind Zielgruppe dieser eher unbekannten Sozialleistung. Ob man sie bekommen kann, hängt vom Einkommen ab, von der Zahl der Menschen im Haushalt, von der Miete sowie vom örtlichen Mietniveau.

Letztlich muss da jeder Einzelfall durchgerechnet werden – eine alleinerziehende Mutter mit Halbtagsjob in der Großstadt dürfte jedenfalls gute Chancen auf einen Mietzuschuss haben. Wobei nicht etwa nur Mieter Wohngeld beantragen können, sondern auch Eigentümer: Das nennt sich dann „Lastenzuschuss“.

Hilfe für etwa 870.000 Haushalte

Nach Angabe des Bundesbauministeriums könnten künftig rund 870.000 Haushalte Wohngeld beziehen, etwa 320.000 davon haben jetzt nur dank der Reform erstmals (oder wieder) einen Anspruch darauf. Entsprechend sind 2016 deutlich mehr Steuermittel nötig: 1,43 Milliarden Euro.

Auf der Seite bmub.bund.de/P3792 gibt das Ministerium detailliert Auskunft über die neuen Regeln, zudem werden diverse Fallbeispiele durchgerechnet.


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