Checkliste: Reisen ohne Risiko

8 Dinge, auf die Sie bei Online-Reisebuchungen achten sollten

Oberhaching. Flüge, Hotels, Pauschalreisen – praktisch jede Reise kann man inzwischen auch im Internet buchen. Michael Buller, Vorstand des Verbands Internet Reisevertrieb (VIR), verrät, worauf clevere Surfer achten sollten.

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Impressum checken

Bei namhaften Reiseanbietern muss man sich keine Gedanken machen. Ansonsten zeigt ein Klick auf das Impressum, welches Unternehmen sich hinter dem Angebot verbirgt. „Bei einer unbekannten Firma findet man durch eine Internet-Recherche meist schnell heraus, ob sie schon mal negativ aufgefallen ist“, so der Tipp von Michael Buller. Wichtig ist auch der Unternehmenssitz. Liegt der im Ausland, wird es schwer, sich bei Problemen sein Geld zurückzuholen. Bei deutschen Anbietern gilt dagegen deutsches Recht.

Gütesiegel anklicken

Viele Anbieter werben im Internet mit Gütesiegeln. „Ist es echt, öffnet sich beim Klick auf das Siegel ein neues Fenster“, erklärt der Experte. Hier kann man erkennen, ob das Zertifikat noch gültig ist. Die Internetadresse dieses Fensters muss vom Anbieter des Gütesiegels kommen, ansonsten ist das Zertifikat gefälscht.

Bezahlmöglichkeiten prüfen

„Jeder Anbieter muss mindestens eine gängige Zahlungsart kostenlos anbieten“, so Michael Buller. Einige halten sich nicht daran und verlangen fürs Bezahlen immer Gebühren. Manche tricksen auch, indem die Zahlung nur gratis ist, wenn man exotischen Karten benutzt, die kaum jemand kennt. Ein solches Angebot ist unseriös, und bei so jemandem sollte normalerweise nicht buchen.

Allerdings darf das Unternehmen zusätzlich zur Gratis-Zahlung weitere kostenpflichtige Bezahlmöglichkeiten anbieten. Dafür darf der Anbieter aber keine Fantasiegebühren mehr berechnen. „Erlaubt sind nur die tatsächlichen Kosten“, weiß der Buchungsexperte. Bei einer Kreditkarte liegen die erfahrungsgemäß um etwa ein Prozent des Reisepreises, bei einer Lastschrift sind es meist nur wenige Cent.

AGB durchsehen

Auch wenn es nervt, sollte man vor der Buchung einen Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) werfen. Hier steht nämlich, was man zu tun hat, wenn man die Reise beispielsweise stornieren möchte oder Probleme auftauchen. „Sind die AGB gar nicht oder nur schwer zu finden, spricht das eher gegen den Anbieter“, sagt Buller. Im Zweifel lieber Finger weg.

Leistungen vergleichen

Beim Preisvergleich sollte man genau prüfen, was man für sein Geld bekommt. „Preisunterschiede kommen sehr oft durch unterschiedliche Leistungen zu Stande“, so die Erfahrung von Michael Buller. Dann ist beispielsweise kein Transfer enthalten, oder die Mahlzeiten müssen extra bezahlt werden. Vor allem bei Flugreisen sollte man aufpassen. Immer mehr Airlines berechnen inzwischen nämlich jeden Koffer einzeln oder verlangen sogar für den Check-in zusätzlich Geld.

Preisangabe im Blick behalten

„Die Anbieter sind verpflichtet, von Anfang an den korrekten Endpreis zu nennen“, sagt VIR-Vorstand Buller. Leider machen das trotzdem nicht alle. Wird die Reise im Laufe der Buchung immer teurer, spricht das nicht unbedingt für Seriosität. Oft genug zahlt man dann am Ende sogar mehr als bei einem anderen Unternehmen, das die Preise von Anfang an korrekt angegeben hat. Auch wenn dann die ganze Sucherei von vorne losgeht, bleibt einem nichts anderes übrig, als die Buchung abzubrechen.

Datenschutz prüfen

„Alle Daten bei der Buchung und beim Bezahlen sollten grundsätzlich verschlüsselt übertragen werden“, empfiehlt Michael Buller. Das erkennt man daran, dass die Internetadresse des Buchungsformulars mit https anfängt. Ansonsten rauschen alle persönlichen Daten im Klartext durch Netz! Sinnvoll ist auch ein Blick in die Erklärung zum Datenschutz. Hier steht, ob der Anbieter die persönlichen Daten an Dritte weitergibt.

Namen und Daten genau kontrollieren

Alle Namen und die Reisedaten müssen absolut korrekt sein. „Die Buchung ist sofort verbindlich, es gibt kein Widerrufsrecht wie sonst beim Online-Shopping“, warnt Buller. Bei Tippfehlern im Namen kann es außerdem Probleme bei der Einreise bzw. der Passkontrolle geben, vor allem bei Flugreisen in die USA. Also besser ganz langsam und sorgfältig tippen.

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