Insheim.In den Tiefen des Oberrheingrabens ruhen riesige Vorräte an Lithium. 40.000 Tonnen jährlich will das Unternehmen Vulcan Energie hier ab 2025 fördern. Startpunkt ist das pfälzische Insheim. Über Bohrungen wird Thermalwasser an die Oberfläche befördert. Das wertvolle Material wird herausgefiltert und schließlich zu Lithiumhydroxid verfestigt. Es ist für Fahrzeugakkus praktisch unersetzlich. Kein Wunder, dass sich die kleine Weinbau-Gemeinde zu einem Mekka für Automobil-Industrie und Politik entwickelt hat.

Im Erzgebirge lagern noch viele Bodenschätze

Um Lithium geht es auch im Erzgebirge. Über die Grenze nach Tschechien hinweg liegt hier eines der europaweit größten Vorkommen des begehrten Alkalimetalls. Die Deutsche Lithium GmbH will es ab 2025 auf deutscher Seite abbauen – im klassischen Untertagebergbau. Insgesamt können so wohl 125.000 Tonnen gefördert werden. Das reicht für die Batterien von rund 20 Millionen Elektroautos, sagt das sächsische Wirtschaftsministerium.

Schon seit 2013 wird im Erzgebirge Flussspat gewonnen. Zudem wird etwa nach Zinn, Indium, Wolfram, Kobalt und Platin geforscht.

Oder Kupfer: Eine der größten Lagerstätten Europas befindet sich im brandenburgischen Spree-Neiße-Kreis und im angrenzenden Landkreis Görlitz. Die Förderung durch die Kupferschiefer Lausitz soll 2030 starten – nach dann rund einem Vierteljahrhundert Antrags- und Genehmigungsverfahren. Typisch deutsch.

„Die heimische Förderung erhöht die Versorgungssicherheit und verkürzt Lieferwege“, sagt Michael Schmidt von der Deutschen Rohstoffagentur (Dera). „Und nicht zuletzt ist einfacher abzusichern, dass Nachhaltigkeitsstandards eingehalten werden.“