Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Sonne kann gefährlich werden: UVB-Strahlen verursachen Sonnenbrand und erhöhen das Hautkrebsrisiko, während UVA-Strahlen tief in die Haut eindringen und sie altern lassen.
  • Moderne UV‑Filter schützen zum Beispiel, indem sie Licht in Wärme umwandeln. Die verschiedensten UV-Filter werden bei BASF am Standort Grenzach entwickelt.
  • Bei Sonnencreme kommt es auch auf andere Eigenschaften an: Neben UV‑Filtern sorgen Emulgatoren, Öle und Pflegezusätze dafür, dass sie angenehm riecht, gut einzieht und wasser- sowie schweißresistent bleibt.

Endlich wieder raus in die Sonne! Aber Achtung: Das Eincremen zu vergessen, kann gefährlich werden. Denn das, was wir auf der Haut spüren, ist nur ein Teil des Lichts. Die unsichtbare Strahlung im ultravioletten („UV“) Spektrum hat es in sich. Die kurzwellige UVB-Strahlung verursacht Sonnenbrand und kann langfristig Hautkrebs auslösen.

90 Prozent des UV-Lichts, das die Erde erreicht, schaden der Haut

Und die langwellige UVA-Strahlung dringt noch tiefer ein: Sie lässt die Haut schneller altern, fördert Falten und Pigmentflecken – und schwächt sogar die Immunabwehr. Rund 90 Prozent des UV-Lichts, das die Erde erreicht, gehören zu dieser Kategorie.

UV-Filter wandeln Licht in Wärme um

Ein großer Teil aller Sonnenschutzprodukte enthält neuartige, hochwirksame UV-Filter von BASF. Sie kommen aus Grenzach südlich von Freiburg, dort betreibt das Unternehmen sein globales Kompetenzcenter für die Entwicklung der UV-Filter. „Hier befindet sich auch unser technischer Service, der weltweit Hersteller von Sonnenschutzprodukten bei der Wahl der optimalen Filterkombination unterstützt“, sagt Standortleiter Steffen Springmann.

Fakten & Hintergründe

Sein Kollege Christian Cremer ist hier verantwortlich für die Forschung und Entwicklung der UV-Filter. Er erklärt: „Unsere hochmodernen organischen, also kohlenstoffbasierten UV-Filter schützen vor UVA- und UVB-Strahlung, indem sie die Lichtstrahlen in Wärme umwandeln.“ Um das gesamte Spektrum abzudecken, mischen Hersteller meist drei bis fünf verschiedene Filter. Neben gelösten Filtern kommen auch partikuläre Filter zum Einsatz – winzige Teilchen, die UV-Licht nicht nur absorbieren, sondern wie kleine Spiegel reflektieren.

So wird das Produkt angenehm

Ein Sonnenschutzprodukt enthält auch Emulgatoren, Öle, Pflegezusätze und Duftstoffe – all das muss perfekt zusammenspielen. Die Creme soll sich gut verteilen lassen, angenehm riechen, nicht kleben, wasser- und schweißresistent sein. Das testen die Mitarbeitenden im technischen Service: damit wir unseren Schutz auch gerne nutzen.

Das Unternehmen BASF

BASF ist ein global führendes Chemieunternehmen mit weltweit insgesamt rund 108.000 Mitarbeitenden und betreibt mehr als 350 Produktionsstandorte. Zuletzt lag der Jahresumsatz bei rund 60 Milliarden Euro (2025). Der Hauptsitz des Unternehmens liegt in Ludwigshafen, dem größten zusammenhängenden Chemieareal der Welt. Am BASF-Standort Grenzach entwickelt und produziert BASF Inhaltsstoffe für die Kosmetik- und Körperpflege-Industrie.

Barbara Auer
aktiv-Redakteurin

Barbara Auer berichtet aus der aktiv-Redaktion Baden-Württemberg vor allem über die Chemieindustrie. Nach dem Studium der Sozialwissenschaft mit Schwerpunkt Volkswirtschaftslehre volontierte sie beim „Münchner Merkur“. Wenn Barbara nicht für aktiv im Einsatz ist, streift sie am liebsten durch Wiesen und Wälder – und fotografiert und filmt dabei, von der Blume bis zur Landschaft.

Alle Beiträge der Autorin