Viele Beschäftigte merken es im Alltag: Aufträge kommen unregelmäßiger, Entscheidungen dauern länger. Unsere M+E-Industrie befindet sich weiterhin in einer schwierigen wirtschaftlichen Phase. Nachfrage und Produktion sinken, gleichzeitig verändert sich die Branche grundlegend. Digitalisierung, E-Mobilität, internationale Konkurrenz und hohe Standortkosten treffen zusammen. Unternehmen müssen ihre Produktion umbauen, neue Technologien einführen und zugleich bestehende Arbeitsplätze sichern. Das verlangt Investitionen, Qualifizierung und Zeit.
Wandel bedeutet jedoch nicht Niedergang. Gerade in unseren Betrieben entstehen neue Lösungen für moderne Produktion, klimafreundliche Technologien und vernetzte Industrie. Viele hessische Unternehmen entwickeln heute Produkte, die morgen gebraucht werden.
Entscheidend bleibt die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Nur wenn Energie, Steuern und Abgaben sowie Bürokratie tragbar bleiben, können Unternehmen hier investieren. Davon hängen Entwicklung, Produktion und Beschäftigung direkt ab. Die kommenden Monate bleiben anspruchsvoll. Doch die Perspektive ist klar: Die Industrie verschwindet nicht, sie erneuert sich. Wer heute in der M+E-Industrie arbeitet, gestaltet diesen Wandel aktiv mit.



