Die vielen Morde und die Anschläge auf unser friedliches Zusammenleben, begangen von Attentätern mit rechtsextremen Motiven, haben große Trauer und Empörung ausgelöst. Besonders hart treffen die grausamen Ereignisse alle Menschen in Deutschland mit Migrationshintergrund – ob mit oder ohne deutschen Pass, ob seit Generationen hier zu Hause oder erst vor kürzerer Zeit zugewandert. Ihnen gebühren gerade jetzt die Empathie und die Solidarität von uns allen.

Darüber hinaus dürfen wir nicht vergessen, wie existenziell wichtig Zuwanderung für unsere Zukunft ist. Innerhalb von nur einer Generation wird die Zahl der Erwerbsfähigen im Alter zwischen 20 und 66 Jahren dramatisch abnehmen. 52 Millionen Menschen zählten 2018 zu dieser Altersgruppe. 2060 werden es nur noch 40 bis 46 Millionen sein. Wie groß die Lücke tatsächlich einmal ausfallen wird, hängt nicht zuletzt auch davon ab, wie viele Zuwanderer aus nichteuropäischen Staaten zu uns kommen.

Denn die vielleicht noch länger arbeitenden Älteren können die Lücke ebenso wenig schließen wie Zuwanderer aus anderen EU-Staaten. Deren Zahl wird stark sinken, wie das IAB-Forschungsinstitut der Arbeitsagentur erwartet. Es ist daher gut, dass seit 1. März das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz gilt: Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern können nun leichter zu uns kommen.

Wir brauchen Zuwanderer. Auch als Mitmenschen. Zeigen wir ihnen, dass sie uns am Herzen liegen!