Da war was los in der Lehrwerkstatt von Landtechnik-Hersteller Fendt in Marktoberdorf: Reis, Mehl und Bonbons stapelten sich auf den Werkbänken. Dazwischen Gummibärchen, Duschgel, Zahnbürsten und Schokoladencreme. Alles wanderte – sauber portioniert und sortiert – in große Pappkartons.

„Wir sind gemeinsam einkaufen gegangen, das hat Spaß gemacht“

Nick Schmidkal, Industriemechaniker im 2. Lehrjahr

20 Auszubildende packten Ende November einen Nachmittag lang mit an. Mit der Wohltätigkeitsaktion „Weihnachtsfreude“ machen sich die Pakete aus Schwaben nun auf die weite Reise nach Rumänien. Dort werden sie zur Weihnachtszeit an bedürftige Menschen verteilt. Die Lebensmittel, Hygieneartikel und auch kleine Geschenke für die Kinder wurden allesamt durch Spenden aus der Belegschaft von Fendt finanziert.

Die Aktion hat Herz – und einen guten Nebeneffekt

Die Azubis beteiligten sich schon zum zweiten Mal an der Hilfsaktion, unterstützt von der Fendt-Geschäftsführung und dem Betriebsrat. Bereits im vergangenen Jahr befüllten sie in der Vorweihnachtszeit gemeinsam zahlreiche Pakete mit guten Gaben. Das hat Herz und dazu einen lehrreichen Nebeneffekt: „Da unsere Auszubildenden die Aktion selbst organisieren, lernen sie dabei Projekt- und Zeitmanagement sowie Fähigkeiten in der Organisation als Gruppe“, sagt Ingrid Bußjäger-Martin, Geschäftsführerin Finanzen & IT von Fendt.

Weihnachtsfreude ist nur eines von vielen Azubi-Projekten rund ums Jahr bei Fendt. „Wir Auszubildenden können bei verschiedenen Nachhaltigkeitsprojekten mitmachen“, so die angehende Industriekauffrau Amelie Schnauder. 2026 stehen etwa ein Recyclingprojekt sowie die Zusammenarbeit mit einer regionalen Werkstatt für integratives Arbeiten an.

„Wir wissen, die Pakete kommen bei den richtigen Menschen an“

Amelie Schauder, Industriekauffrau im 3. Lehrjahr

Die Landtechnik-Azubis gehen mit gutem Beispiel voran – und sind in bester Gesellschaft: Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen haben 16,7 Millionen Menschen in Deutschland für wohltätige Zwecke gespendet, so der Deutsche Spendenrat in der „Bilanz des Helfens“ (2024). Allein für die Not- und Katastrophenhilfe kamen 725 Millionen Euro zusammen. Auch die jüngere Generation engagiert sich demnach immer stärker – siehe Fendt.

Friederike Storz
aktiv-Redakteurin

Friederike Storz berichtet für aktiv aus München über Unternehmen der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie. Die ausgebildete Redakteurin hat nach dem Volontariat Wirtschaftsgeografie studiert und kam vom „Berliner Tagesspiegel“ und „Handelsblatt“ zu aktiv. Sie begeistert sich für Natur und Technik, Nachhaltigkeit sowie gesellschaftspolitische Themen. Privat liebt sie Veggie-Küche und Outdoor-Abenteuer in Bergstiefeln, Kletterschuhen oder auf Tourenski.

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