Das Jobwunder – es ist erst mal vorbei. Deutschlands Arbeitsmarkt erleidet die schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte. In den kommenden Monaten droht ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen um 700.000 auf drei Millionen.

Vielen Unternehmen stehen stürmische Zeiten bevor, was unter anderem der Ifo-Geschäftsklimaindex zeigt. Dieses zuverlässige Stimmungsbarometer deutscher Chefetagen ist im April auf den niedrigsten jemals gemessenen Wert abgestürzt! Damit die Wirtschaft nicht noch tiefer in die Krise rutscht, muss die Politik jetzt verantwortungsvoll die Öffnung fortsetzen – mit angemessenen Hygiene-Regeln und passenden Schutzkonzepten für die Risikogruppen.

Es gilt, beiden Gefahren zu begegnen: Also die Ausbreitung des Virus einzudämmen – und zu verhindern, dass es massenhaft zu Pleiten mit dauerhaftem Verlust von Arbeitsplätzen kommt.

Je länger das Hochfahren dauert, umso erdrückender wird die Lage. Denn viele jetzt verlorene Aufträge werden später nie wieder reingeholt. Gestundete Belastungen aber wie etwa Mieten oder Kredite müssen bezahlt werden. Gleichzeitig fallen neue Kosten an, wenn es wieder losgeht – für Lieferungen, Energie und natürlich Löhne. Die Unternehmen müssen dann die Kraft haben, all das zu stemmen.

Eine zentrale Voraussetzung für den Neustart ist ja da: die erfahrenen Mitarbeiter, an denen viele Betriebe dank Kurzarbeit festhalten werden.