Netzwerktreffen in Kronberg

STARTUPS X HESSENMETALL: Innovationen für Hessen von jungen Unternehmen

Was braucht es, damit ein Industrie-Unternehmen und ein Start-up erfolgreich kooperieren? Beim Event „STARTUPS X HESSENMETALL 2026“ lieferten Praxisbeispiele klare Antworten. Gastgeber war Procter & Gamble.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Über 250 Teilnehmer kamen zum Netzwerktreffen STARTUPS X HESSENMETALL 2026.
  • Treffpunkt war das Innovationszentrum von Procter & Gamble in Kronberg mit über 1.400 Wissenschaftlern.
  • Mehr als 50 Start-ups und mehrere Industrieunternehmen lernten sich dort kennen.

Volles Haus beim Netzwerk-Event „STARTUPS X HESSENMETALL 2026“: Über 250 Teilnehmer sind ins Innovationszentrum von Procter & Gamble in Kronberg gekommen – und das trotz extremer Außentemperaturen von knapp 40 Grad Celsius.

Zukunftsweisende Produkte entwickeln

Bereits zum fünften Mal hat der Arbeitgeberverband Hessenmetall Ende Juni Start-ups, Industrieunternehmen, Investoren, Forscher und Förderinstitutionen zu der Veranstaltung eingeladen. Das Ziel: konkrete Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen der Industrie zu diskutieren und sich für weitere Schritte zu vernetzen. „Aus den Erfahrungen der letzten Jahre wissen wir: Genau hier entstehen Kooperationen, die weit über diesen Tag hinaus wirken und gute Früchte tragen“, sagt Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer von Hessenmetall, zur Eröffnung.

Kooperationspartner ist in diesem Jahr Procter & Gamble (P&G), einer der weltweit größten Hersteller von Markenartikeln des täglichen Bedarfs. Das Innovationszentrum in Kronberg ist mit über 1.400 Wissenschaftlern der größte Forschungsstandort des Konzerns außerhalb der USA.

Aufgabe des Zentrums ist es, neue Trends frühzeitig zu erkennen, innovative Technologien zu erforschen und zukunftsweisende Produkte zu entwickeln. Dabei helfen auch Start-ups. „Viele Innovationen, die hier entwickelt wurden, haben weltweit Maßstäbe gesetzt“, erklärt Jochen Brenner, P&G-Personalchef für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Er betont die Bedeutung externer Partnerschaften. Und hebt hervor, dass Veranstaltungen wie heute neue Kooperationen ermöglichen und den Transfer von Ideen in marktfähige Lösungen beschleunigen.

Fakten & Hintergründe

Was braucht es für eine gute Kooperation?

Welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit sich bieten, zeigen anschließend über 50 Start-ups und Jungunternehmen auf der Bühne und in der Messe StartXPO, die parallel im Saal stattfindet. Auch mehrere Industrieunternehmen stellten auf der Suche nach Kooperationen ihre Herausforderungen vor oder berichteten von bereits erfolgreich laufenden Kooperationen mit Start-ups.

Welche Faktoren sind wichtig, damit eine Kooperation zwischen einem etablierten Unternehmen und einem Newcomer gelingt? Das erläutern Matthias Hauß, Geschäftsführer des Metall- und Kunststoff-Spezialisten Werner Schmid in Fulda, und Dr. Jörg Stahlmann, Geschäftsführer des Start-ups ConSenses Industriemesstechnik in Roßdorf. Einer ihrer Tipps: Beharrlich bleiben – auch wenn ein erstes Projekt vielleicht scheitert.

So viele neue Start-ups wie noch nie

Die rund 21.000 Start-ups in Deutschland beschäftigen knapp 500.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das sind 1,4 Prozent aller Arbeitnehmer, so das Bundeswirtschaftsministerium (Stand: 2025). Im vergangenen Jahr wurden hierzulande 3.568 Start-ups neu gegründet. Das ist ein Plus von 29 Prozent zu 2024 und ein neuer Höchststand.

Auch Andreas Bechtel, Technical Support Manager bei ABB in Frankfurt, und Erik Kaiser, CEO von Summetix in Aschaffenburg, berichten über ihre Kooperation: Das Start-up entwickelte eine KI-Software, die Kundenfeedback analysiert, Trends erkennt und Unternehmen so bei Entscheidungen hilft. Weiteres Highlight: ein Blitzlicht-Talk zur Frage, wie Industrie, Kapital und Start-ups ideal zusammenwirken.

Hightech für Industrie und Verteidigung

Zum Abschluss geht es um sicherheitsnahe Technologien und deren Einsatz im zivilen wie militärischen Bereich. Dieser sogenannte Dual Use – so das Fazit – wird für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen immer wichtiger.

Alle Infos und ein Video vom Event finden Sie hier: Startups - Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen

Maja Becker-Mohr

Autorin

Maja Becker-Mohr ist für aktiv in den Unternehmen der hessischen Metall-, Elektro- und IT-Industrie sowie der papier- und kunststoffverarbeitenden Industrie unterwegs. Die Diplom-Meteorologin entdeckte ihr Herz für Wirtschaftsthemen als Redakteurin bei den VDI-Nachrichten in Düsseldorf, was sich bei ihr als Kommunikationschefin beim Arbeitgeberverband Hessenchemie noch vertiefte. In der Freizeit streift sie am liebsten durch Wald, Feld und Flur.

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