Die Hand liegt fast schon freundschaftlich auf den vier Ringen. Ganz nah steht Audi-Mitarbeiter Benjamin Roithmeier neben dem großen Firmenlogo auf dem Vorplatz des Stammwerks in Ingolstadt. Die ohnehin schon enge Bindung zu seinem Unternehmen ist für den IT-Spezialisten kürzlich noch ein wenig enger geworden.
Roithmeier ist Mitglied der Fußball-Abteilung des TSV Abensberg und nahm vor einigen Tagen eine Geldspende von Audi entgegen. Mit der soll in seinem Verein ein Erste-Hilfe-Kurs für den Nachwuchs angeboten werden. „Ich freue mich sehr, dass Audi das ehrenamtliche Engagement der Mitarbeitenden unterstützt“, sagt Roithmeier. „Die Aktion zeigt, wie sehr sich Audi mit den Menschen in der Region verbunden fühlt. Das ist nicht selbstverständlich und das macht mich stolz, Teil des Unternehmens zu sein.“
Audi bindet seine Mitarbeiter seit vielen Jahren bewusst ein
Beispiele wie dieses zeigen: Die Wertschätzung gegenüber Mitarbeitern wirkt. Sie ist nicht nur für Audi zentral, um die eigenen Leute zu motivieren und an die Firmen zu binden. Viele achten genau darauf, dass es im Unternehmen respektvoll zugeht, Mitarbeiter sich einbringen können und als Mensch wahrgenommen werden.
Die Spendenaktion mit Namen „Teamgeist“ gibt es bei Audi seit 2018: Mitarbeiter können sich im Namen eines Vereins oder einer sozialen Organisation für eine Spende starkmachen. „Bei Audi steht der Mensch im Mittelpunkt“, sagt Ute Röding, bei Audi verantwortlich für den Bereich gesellschaftliches Engagement. „Unsere Unternehmenswerte – Vertrauen, Verantwortung, Mut und Begeisterung – gelten für uns in der Zusammenarbeit und im gesellschaftlichen Miteinander“, sagt sie. „Bei unseren gesellschaftlichen Engagements binden wir unsere Mitarbeitenden bewusst seit vielen Jahren aktiv mit ein.“
In diesem Jahr spendete Audi mehr als 70.000 Euro für rund 50 Projekte von 30 Sportvereinen. „Damit stärken wir das Ehrenamt in den Regionen“, sagt Röding. „Zugleich senden wir ein starkes Zeichen der Wertschätzung an die Mitarbeitenden: Wir rücken Beschäftigte in den Fokus, die sich oft jahrelang und mit viel Herzblut für ‚ihre‘ Vereine ehrenamtlich engagieren.“
Beim Sonnenschutzhersteller Warema aus dem unterfränkischen Marktheidenfeld steht der Mensch ebenso im Mittelpunkt. „Unsere Leitlinien sind dabei unser gemeinsamer Anker“, sagt Personalleiter Christian Endres. „Sie geben Orientierung und schaffen ein Umfeld, in dem Vertrauen, Offenheit und Respekt täglich gelebt werden.“
Warema setzt unter anderem auf die Vorbildfunktion der Führungskräfte
Dass jeder Mensch mit Respekt und Anerkennung zu behandeln ist, ist eine dieser Leitlinien. „So schaffen wir Vertrauen und Motivation“, sagt Endres. „Gegenseitige Wertschätzung ist für uns bei Warema ein zentraler Bestandteil unseres Miteinanders. Sie zeigt sich in einem offenen, respektvollen Umgang auf Augenhöhe – unabhängig von Hierarchie oder Funktion.“
Führungskräfte nehmen dabei eine Vorbildfunktion ein. „Sie leben die Unternehmenswerte aktiv vor und schaffen so Orientierung“, erklärt der Personalchef. Kommunikation, Feedback-Kultur und wertschätzender Umgang sind Teil von Führungskräfte-Schulungen.
Ob bei den Mitarbeitern wirklich alles passt oder doch irgendwo der Schuh drückt, bringen regelmäßige Mitarbeiterumfragen zutage. In ihnen werden Zufriedenheit und Arbeitsklima abgefragt. „Kritische Themen werden offen angesprochen und gemeinsam diskutiert“, sagt Endres.
MBDA Deutschland wurde zum besten Arbeitgeber ausgezeichnet
Dass sich die Mitarbeiter wohlfühlen und mit ihrer Firma identifizieren, ist auch ein großes Anliegen von MBDA Deutschland in Schrobenhausen. Das Rüstungsunternehmen wurde erst in diesem Jahr von „Great Place To Work“ als einer der besten Arbeitgeber in Bayern ausgezeichnet.
„Zur Unternehmensphilosophie der MBDA Deutschland gehört es, dass man nur mit zufriedenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seine Unternehmensziele erreichen kann“, heißt es in den Leitlinien des Unternehmens. Die Firma sorgt mit Leistungen, Angeboten und Vorteilen für ein motivierendes Umfeld, in dem die Beschäftigten leistungsfähig sein können und gerne arbeiten.
Auch bei MBDA ist die Basis für alles ein wertschätzendes Miteinander, das den Menschen ins Zentrum rückt. Die Arbeitsplatzkultur basiert auf „Glaubwürdigkeit, Respekt, Fairness und zeichnet sich durch Stolz und einen hohen Teamgeist aus“.

Michael Stark schreibt aus der Münchner aktiv-Redaktion vor allem über Betriebe und Themen der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie. Darüber hinaus beschäftigt sich der Volkswirt immer wieder mit wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen. Das journalistische Handwerk lernte der gebürtige Hesse als Volontär bei der Mediengruppe Münchner Merkur/tz. An Wochenenden trifft man den Wahl-Landshuter regelmäßig im Eisstadion.
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