Ein schön geschminkter Mund wirkt im Karneval besonders verlockend. Was aber macht den Lippenstift „kussecht“? Das weiß der Chemiker Claudius Schwarzwälder vom Chemie-Unternehmen Wacker in München.

Auf rote Lippen schwor schon die ägyptische Königin Nofretete. Und im alten Japan betonten die Damen ihren Mund mit einer Salbe aus Wachs, Honig und farbigen Pigmenten. „Das kam der Zusammensetzung moderner Lippenstifte schon sehr nahe“, erklärt Schwarzwälder. Heute schätzen Frauen pflegende Lippenstifte, deren Farbe lange hält.

Möglich machen’s spezielle Zusätze wie Siliconelastomer-Gele: „Sie bilden auf der Haut einen wasserabweisenden Film, der, ohne klebrig zu sein, gut haftet.“ Dafür sorgt ein flüchtiges Siliconöl. Nach dem Auftragen verdunstet es, auf der Haut verbleibt nur das Elastomer. Dank eingebundener Siliconharz-Strukturen färbt dieser Schutzfilm nicht ab und hält lange. Schwarzwälder: „Tests zeigen, dass speziell Siliconwachse mit ihrem hohen Schmelzpunkt für Stabilität sorgen und die Abriebfestigkeit erhöhen, also kussecht sind.“